Europaweit gesucht – bei Grenzkontrollen gefasst

Rosenheimer Bundespolizei sorgt für Reiseunterbrechungen

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Rosenheim/Kiefersfelden – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Sonntag einen europaweit gesuchten Straftäter hinter Gitter gebracht. Er war in der Nacht auf der Inntalautobahn festgenommen worden. Den rumänischen Staatsangehörigen erwartet eine über einjährige Haftstrafe.

In der Grenzkontrollstelle auf der A93 stellten die Bundespolizisten bei der Überprüfung eines Busreisenden fest, dass dieser mit einem europäischen Haftbefehl gesucht wird. Ein Gericht in Rumänien hatte den 31-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten verurteilt. Er war in seiner Heimat mit einem nicht zugelassenen Traktor und einem gestohlenen Schleppanhänger erwischt worden. Den Anhänger hatte er von einem verschlossenen Firmengelände „ausgeliehen“. Bei Kiefersfelden konnte er gefasst und auf richterliche Anweisung in Haft genommen werden. Die Bundespolizisten brachten ihn in eine Münchner Haftanstalt.

Hinter Gittern endete auch die Reise eines Italieners, der von Bundespolizisten in einem Fernreisebus auf der A93 kontrolliert wurde. Nach einem früheren tätlichen Angriff auf Polizeibeamte war er vom Amtsgericht Ravensburg zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Da er die von der Justiz vorgesehenen 1.000 Euro nicht bezahlen konnte, muss er ersatzweise 100 Tage lang in die Justizvollzugsanstalt Bernau.

Ein 51-Jähriger wurde mit seinem Pkw am Grenzübergang Bayrischzell gestoppt. Die Staatsanwaltschaft München suchte nach ihm. Wegen Steuerhinterziehung hatte der Mann aus dem Landkreis Weilheim-Schongau noch rund 2.800 Euro zu zahlen. Mit Hilfe eines Freundes konnte er den geforderten Betrag aufbringen. Damit blieb dem deutschen Staatsangehörigen der Gang ins Gefängnis erspart.

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