„Zunehmende Gewalt nicht dulden”

Polizeipräsident Robert Kopp begrüßt deutliches Signal der Justiz - Freiheitsstrafe für Maßkrugwurf

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Oberbayern-Süd – Ein 19-Jähriger, der im Juni vergangenen Jahres bei einem fest im Landkreis Bad Tölz einen Maßkrug auf einen Polizeibeamten geworfen hat, wurde durch die Jugendkammer des Landgerichts München II zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Rosenheims Polizeipräsident Robert Kopp begrüßt dieses deutliche Signal der Justiz in Zusammenhang mit der zunehmenden Gewalt gegen Polizeibeamte und Rettungskräfte.

„Ich habe bereits nach der brutalen Tatausführung meine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass ich auf eine deutliche Bestrafung des Täters durch die Justiz hoffe, um Polizeibeamte besser vor solchen Gewaltausbrüchen zu schützen. Mit der hohen Freiheitsstrafe ist ein deutliches Signal verknüpft, dass der Rechtsstaat mit Entschlossenheit und Konsequenz auf Gewalttaten gegen Polizeibeamte reagiert. Repression ist in diesem sowie in vergleichbaren Fällen ,gelebte Prävention’. Aggression und tätliche Angriffe gegen Einsatz- und Rettungskräfte sind und müssen in unserer Gesellschaft ein ,no go’ sein! Egal ob sich die Gewalttätigkeiten gegen Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter oder andere Helfer richten.“

Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kam es im Jahr 2018 zu einem historischen Höchststand mit 705 Delikten, bei denen Polizeibeamte einem hohen Aggressions- und Gewaltpotential ausgesetzt waren. Dies setzt sich auch in diesem Jahr nahtlos fort, wie zwei aktuelle Beispiele aus Mühldorf und Waldkraiburg belegen:

Am vergangenen Freitag randalierte ein 40-Jähriger in der Notaufnahme des Krankenhauses Mühldorf und pöbelte Ärzte und Pfleger an. Die zur Hilfe gerufene Streifenbesatzung erteilte dem Mann zunächst einen Platzverweis. Als der Mann diesen ignorierte, sollte er in Gewahrsam genommen werden. Daraufhin wurde der Mühldorfer gegenüber den Beamten aggressiv, beleidigte diese fortlaufend, versuchte einer Beamtin ins Gesicht zu schlagen und biss sie in den Oberschenkel. Der 40-Jährige wurde schließlich in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.

In der Nacht auf Samstag kam es in Waldkraiburg zu einem körperlichen Übergriff eines 27-Jährigen auf Kräfte des Rettungsdienstes. Diese wollten dem Mann aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit eigentlich nur helfen. Nachdem der 27-Jährige unter Begleitung einer Polizeistreife in das Krankenhaus Mühldorf gebracht wurde, zeigte sich der Mann erneut aggressiv. Dieses Mal jedoch gegenüber der eingesetzten Polizeibeamten, die neben verbalen Angriffen auch eine Spuckattacke über sich ergehen lassen mussten.

 

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