Rosenheim: Neue RoMed-Pflegeschule eingeweiht

Modern und großzügig in historischem Fabrikgebäude an der Brückenstraße

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Rosenheim – Der leitende Regierungsschuldirektor Stefan Pauler (Foto) sprach bei der Einweihungsfeier der RoMed-Pflegeschule in Rosenheim: Große Freude herrscht über die neuen und großzügigen Räumlichkeiten. Die interessierte Bevölkerung konnte erste Eindrücke sammeln und sehen, wie heutzutage die theoretische und praktische Ausbildung im Pflegeberuf durchgeführt wird.

Auf dem Klinikgelände an der Pettenkoferstraße war es für die Schule – mit dem Unterrichtsbeginn für den ersten Ausbildungsjahrgang der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege – zuletzt richtig eng. Große und geeignete Räumlichkeiten zu finden, das gestaltete sich schwierig. Daher war die Freude groß, dass der Umzug in das historische Fabrikgebäude an der Brückenstraße nunmehr realisiert werden konnte.

Das Industriedenkmal aus dem Jahre 1911/12 und das ehemalige Verwaltungsgebäude der Papierwaren-Fabrik Niedermayr wurden den Bedürfnissen der Schule innerhalb von sieben Monaten angepasst. Auf über 1.200 qm stehen jetzt helle Räume mit einer loft-ähnlichen Atmosphäre und großen historischen Fenstereinteilungen zur Verfügung.

Die insgesamt sechs – statt bisher zwei – Klassenzimmer sind ansprechend und modern ausgestattet. Die zwei Demonstrations- und Fachpraxisräume bieten den Auszubildenden einen geschützten Bereich zum Einüben praktischer Fähigkeiten. Die neue Schule verfügt außerdem über großzügige Aufenthaltsräume, einen Lesesaal, Lehr- und Lernmittelräume sowie Lehrerzimmer und Büros.

Für die neue Schule reichte das vorhandene Mobiliar nicht aus. Für die Ausstattung der Klassenzimmer, Aufenthaltsräume, Büros und den Umzug summierten sich die Aufwendungen auf rund 330.000 Euro.

Die Klassenzimmer werden digital ausgestattet. Die moderne Ausrüstung beinhaltet statt einer herkömmlichen Tafel ein Whiteboard, einen Medientisch, elektronische Flipcharts und: Ein Notebook für jede Schülerin und jeden Schüler.

Einen Großteil der Kosten übernimmt dabei der Freistaat Bayern aufgrund des Masterplans „Bayern digital“.

Der komplette Umzug erfolgte innerhalb von einer Woche. Der Unterricht findet seit nun eineinhalb Monaten in den neuen Räumlichkeiten statt.

Insgesamt werden 210 Ausbildungsplätze angeboten. Jeweils jährlich 30 in der dreijährigen Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und 30 in der einjährigen Ausbildung Krankenpflegehilfe.

Die äußerst großzügigen Demonstrationsräume machen es jetzt möglich, dass nach der Skills-Lab-Lehrform vorgegangen wird. Dabei werden die psychomotorischen Fähigkeiten und das implizite Kontextwissen durch praktisches Handeln, emotionales Lernen sowie wiederholtes Üben gefördert und zwar anhand realistisch nachempfundener Situationen. Zusätzlich werden kognitive Fähigkeiten und soziale Kompetenzen weiterentwickelt.

„Das Freigelände mit einer großen, alten Kastanie bietet sich geradezu für etwas andere Unterrichtssequenzen an, mit meinen Schülern werde ich im Garten künftig Pneumonie-Prophylaxe-Übungen durchführen“, berichtet Schulleiterin Barbara Weis.

Ausbildung:

Der RoMed-Klinikverbund beschäftigt über alle Berufsgruppen hinweg mehr als 3.000 Mitarbeiter und bildet nicht nur Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekräfte und Krankenpflegehelfer/innen aus, sondern auch Operations- und Anästhesie-technische Assistenten, Medizin-technische Radiologieassistenten, Kauffrauen/Kaufmänner im Gesundheitswesen, Köche und IT-Spezialisten aus. Auch die Aus- und Weiterbildung der Ärzte erfolgt standortübergreifend.

 

Foto: RoMed Kliniken

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