Für mehr Baukultur im Landkreis

Auch Bad Aibling, Bad Feilnbach und Neubeuern beteiligen sich an Pilotprojekt

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Landkreis – Der Landkreis Rosenheim will sich am Pilotprojekt Baukultur im Voralpenland beteiligen. Der Kreisausschuss hat in seiner gestrigen Sitzung mit sechs Gegenstimmen seine Zustimmung erteilt. Ziel des Projektes ist, örtliche Potenziale in den Kommunen optimal zu nutzen und zu gestalten, ohne sie zu verschandeln. Dazu braucht es eine Baukultur, die zur jeweiligen Gemeinde passt und die dauerhaft in den Köpfen der Entscheider und Gestalter verankert ist.  

Neben dem Landkreis Rosenheim sitzen auch die Landkreise Bad Tölz Wolfratshausen, Miesbach und Garmisch-Partenkirchen mit im Boot. Insgesamt 14 Kommunen in den vier Landkreisen beteiligen sich aktiv daran. Im Landkreis Rosenheim sind das Bad Aibling, Bad Feilnbach, Kiefersfelden, Neubeuern und Samerberg. Sie hatten sich für dieses Projekt beworben.

Bei dem Projekt geht es um Fragen der richtigen Siedlungsentwicklung, der Leerstandsbekämpfung und integrierter Verkehrskonzepten. Auch Fragen zur sinnvollen Nachverdichtung, der Umwandlung von Industriegebieten in Wohngebiete oder der Umnutzung von aufgegebenen Bauernhöfen im Außenbereich können für jede Kommune individuell angegangen und bearbeitet  werden. Um dies zu erreichen, wird es in jeder der beteiligten Kommunen eine intensive sechsmonatige Betreuung vor Ort geben. Hier wird herausgearbeitet, was die Kommune braucht, wo der Schuh drückt und welche Möglichkeiten es gibt. In diesen Prozess sollen alle mit eingebunden werden, die Bürger, die Entscheidungsträger sowie Architekten und Bauherren. Die Ergebnisse des Projektes können später auch auf andere Gemeinden übertragen werden und so einen Mehrwert für den kompletten Landkreis Rosenheim bieten. Wie der stellvertretende Landrat Josef Huber sagte, komme hier auch auf die Bauabteilung im Landratsamt eine wesentliche Aufgabe zu, für die angestoßenen Projekte baurechtliche Lösungen zu finden. „Wir werden etwas Gutes draus machen und kein Schubladenprojekt“, sagte Huber.

Das Projekt erstreckt sich über rund drei Jahre und soll Ende 2019 starten. Die Kosten dafür liegen für den Landkreis Rosenheim bei insgesamt 465.500 Euro. 60 Prozent werden vom LEADER-Programm der Europäischen Union gefördert. Über weitere Förderungen wird derzeit noch verhandelt. Der Restbetrag wird zu gleichen Teilen zwischen dem Landkreis Rosenheim und den fünf beteiligten Gemeinden aufgeteilt.

 

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