A93: Mann will Blitzer abfackeln

Mit 200 Sachen in 60er-Zone - Autofahrer will Beweisfotos vernichten und wird dabei ertappt

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A 93 – Wie dreist ist das denn? Versuchte Brandstiftung an einer teilstationären Geschwindigkeitsmessanlage des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd: In der Nacht von Freitag auf Samstag fand auf der A 93 in Richtung Rosenheim in einem unfallgefährdeten Baustellenbereich eine teilstationäre Geschwindigkeitsmessung statt. Dabei wurde ein 54-jähriger deutscher Fahrzeugführer mit Wohnsitz in Österreich gemessen, der den auf 60 km/h begrenzten Baustellenbereich mit über 200 km/h passierte. Um das nun folgende Bußgeldverfahren zu vereiteln, griff er zu drastischen Mitteln.

Nachdem er mit schwerem Gerät die gepanzerte Außenwand des Anhängers durchbohrt hatte, wollte er anschließend Benzin in dessen Innenraum füllen und diesen entzünden. Da die Anlage jedoch regelmäßig kontrolliert wird, konnte der Täter noch während seiner Ausführung vor Ort durch eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim festgenommen werden. Aufgrund der klaren Spurenlage zeigte sich der Täter vollends geständig. Das noch einzufüllende Benzin wurde sichergestellt. Da der Brandanschlag gottseidank verhindert wurde, konnte nicht nur ein großer Sachschaden sondern auch eine erhebliche Verletzungsgefahr für den Täter selbst abgewendet werden. Offensichtlich war diesem nicht bewusst, in welche gefährliche Lage er sich selbst durch das Entzünden des Benzins gebracht hätte. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf rund 1500 Euro.

 

Die durch die Tat übrigens unversehrt gebliebenen Ergebnisse der Geschwindigkeitsüberwachung können alle ausgewertet werden. Somit werden den Täter zusätzlich zur begangenen Straft auch die Folgen seines dokumentierten Geschwindigkeitsverstoßes empfindlich treffen. Zudem wird die Führerscheinstelle über sein Vorgehen informiert, die weitere verwaltungsrechtliche Maßnahmen prüft.

 

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