16 (!) Stunden Blockabfertigung

Inntal/A8 – Gestern war Marathon-Blockabfertigungstag. Und ein Schelm, wer angesichts des langen Wochenendes und des damit verbundenen erhöhten Verkehrsaufkommens Böses dabei denkt. Um 5 Uhr begannen die Tiroler Behörden auf der österreichischen Inntalautobahn A 12 auf Höhe der Ausfahrt Kufstein Nord in Fahrtrichtung Innsbruck den Lkw-Verkehr zu drosseln.

Zwischen 5.00 und 6.00 Uhr wurden pro Stunde ca. 200 Lkw die Durchfahrt gewährt, von 6.00 bis 8.00 Uhr waren es 150 Lkw, bis 13.00 Uhr wurde auf bis zu 300 Lkw erhöht, ab 13.00 Uhr waren es wieder 250 Lkw.

 

Ab 16 Uhr bis gegen 20 Uhr wurde wieder auf 150 Lkw pro Stunde reduziert.  Bis zum Ende der Dosierungsmaßnahmen gegen 21.00 Uhr wurde nochmal auf 250 bzw. 300 Lkw erhöht.

 

Gegen 5.50 Uhr staute sich der Lkw-Verkehr bis zur Anschlussstelle (AS) Oberaudorf und gegen 7.30 Uhr erreichte er die AS Brannenburg. Gegen 10.30 Uhr staute sich der Lkw-Verkehr bis auf die A 8 zurück und erreichte gegen 16 Uhr  eine Höchstlänge von ca. 40 Kilometern (AS Irschenberg). Etwa um 21 Uhr hatte sich der Stau gänzlich aufgelöst.

 

Die Dosierungsmaßnahmen auf österreichischer Seite wurden gegen 21 Uhr nach 16 Stunden (!) Einsatzdauer beendet.

 

Einsatzkräfte der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim mit Unterstützungskräften der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim sorgten dafür, dass die Anschlussstellen bis zum frühen Nachmittag weitestgehend befahrbar waren und die linke Fahrspur für den Pkw-Verkehr frei blieb. Danach war dies aufgrund der Reduzierung von Einsatzkräften wegen der langen Einsatzdauer nicht mehr zu gewährleisten.

Aufgrund des erwartungsgemäß hohen Verkehrsaufkommens (Reiseverkehr wegen Feiertag/Brückentag) kam es für Reisende zu teilweise erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der A 8 und A 93.

In diesem Zusammenhang bittet die Verkehrspolizei Rosenheim die Verkehrsteilnehmer darum, nicht auf dem Seitenstreifen am Stau vorbeizufahren. Dies stellt nicht nur eine, mit einem Bußgeld von 75 Euro bewehrte Verkehrsordnungswidrigkeit dar, sondern auch eine Gefahr für die Einsatzkräfte, die sich teilweise auf dem Seitenstreifen aufhalten.

80 Verstöße gegen das Benutzen des Seitenstreifens

Ferner wurden insgesamt vierzehn Verstöße gegen das während der Blockabfertigung bestehende Lkw-Überholverbot, sieben Geschwindigkeitsverstöße, sowie mehr als 80 Verstöße wegen verbotswidrigem Benutzens des Seitenstreifens zur Anzeige gebracht.

Foto: Georg Barth