27 Kilometer Stau durch das Inntal

Inntal – In Österreich gilt wahrscheinlich die Devise „ein Tag ohne Blockabfertigung kann kein guter sein”. Und deshalb machten die Tiroler Behörden auch den heutigen Freitag zu einem guten Tag. In der Früh wurde um 5:00 Uhr mit der „Dosierungsmaßnahme“ auf der österreichischen Inntalautobahn A12 auf Höhe der Ausfahrt Kufstein Nord, Fahrtrichtung Innsbruck, begonnen.

Als Durchlauf wurden zu Beginn 250 LKWs pro Stunde erlaubt, zwischenzeitlich wurde dies jedoch auf 200 reduziert. Zwischen 9 und 10 Uhr waren es 300 LKW. Gegen Ende der Maßnahme betrug der Durchlauf 350 LKWs.

Der Rückstau erreichte gegen 8:00 Uhr seine Höchstlänge im Bereich der Anschlussstelle Rosenheim-West, was zu einer gesamten Staulänge von insgesamt 27 km führte.

Die Dosierungsmaßnahme der österreichischen Behörden wurde um 10:30 Uhr offiziell beendet. Bereits gegen 10:00 Uhr löste sich der Stau komplett auf und es kam zu keinen Behinderungen mehr.

Die Einsatzkräfte der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim mit Unterstützungskräften der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim sorgten dafür, dass der linke Fahrstreifen der A93 und der A8 für den Individualverkehr so gut wie möglich frei blieb und das Stauende stets visuell abgesichert war.

Die Verstöße gegen das Überholverbot und das widerrechtliche Befahren des Seitenstreifens wurden durch die Beamten überwacht und auch geahndet. Insgesamt wurden fünf LKW-Fahrer beanstandet die sich nicht an das für sie geltende ÜHV gehalten haben. Parkende LKWs auf dem Seitenstreifen wurden unverzüglich angewiesen, den Standstreifen zu räumen. Vier weitere Verkehrsteilnehmer wurden beanstandet, da sie an dem Stau widerrechtlich auf dem Seitenstreifen vorbei fuhren.

Foto: Georg Barth