Bundespolizei verhaftet gesuchten Italiener

1.800 Euro Justizschulden – Onkel bewahrt vor Gefängnis

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Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Samstag einen gesuchten Italiener im Eurocity von Verona nach München festgenommen. Gegen den 26-Jährigen lag ein Haftbefehl vor. Dank finanzieller Unterstützung seines Onkels blieb ihm ein Gefängnisaufenthalt erspart.

In den späten Abendstunden kontrollierten Bundespolizisten die Fahrgäste eines Fernzuges aus Italien. Bei der Überprüfung der Personalien eines Italieners stellten sie schnell fest, dass er seit knapp zwei Jahren von der Traunsteiner Staatsanwaltschaft gesucht wurde. Wegen Trunkenheit im Verkehr war der Südeuropäer zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit hatte das Gericht eine 40-tägige Ersatzhaft vorgesehen.

Der junge Mann war die vierstellige Summe bisher schuldig geblieben. Nach seiner Festnahme zeigte er sich zwar zahlungswillig, aber war nicht in der Lage, den geforderten Betrag zu entrichten. Sein Onkel erklärte sich schließlich bereit, ihn aus der misslichen Lage zu befreien. Er zahlte die Geldstrafe inklusive der Verfahrenskosten von insgesamt rund 1.860 Euro bei der Rosenheimer Bundespolizei und bewahrte seinen Neffen vor dem Gang ins Gefängnis.

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