Unfall in Eulenthal: Der Polizeibericht

Selbstfahrende Arbeitsmaschine kippte bei Erntearbeiten um - fünf Schwerverletzte

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Au/Eulenthal – Nach dem schweren Unfall bei der Kirschenernte von gestern Abend (wir berichteten), liegt nun der offizielle Polizeibericht vor. Das Wichtigste zuerst: Offensichtlich schwebt keine der verletzten Personen in Lebensgefahr. Hier ist der Bericht …

Am frühen Dienstagabend, gegen 18.40 Uhr, kam es in Bad Feilnbach – Eulenthal zu einem schweren Unfall im privaten Bereich. Bei Erntearbeiten an einem Kirschbaum kippte eine selbstfahrende Arbeitsmaschine der Marke Manitou mit Teleskoparm und Arbeitskorb beim Versuch das Fahrzeug umzusetzen um. Zum Unglückszeitpunkt war der Korb mit fünf Personen besetzt, welche aus einer Höhe von geschätzt sieben bis acht Metern auf den Boden prallten.

Durch den Aufprall auf den Wiesengrund wurden zwei 14-jährige Mädchen, eine 48- und 50-jährige Frau sowie ein 20-Jähriger, alle aus dem Gemeindegebiet Bad Feilnbach, schwer verletzt. Drei der Verletzten mussten mit Rettungshubschraubern mit Verdacht auf schwere multiple Verletzungen in die umliegenden Krankenhäuser geflogen werden. Nach aktuellem Kenntnisstand der Polizei schwebt allerdings keiner der Verletzten in Lebensgefahr. Der 50-jährige Fahrzeugführer aus der Gemeinde Bad Feilnbach blieb unverletzt.

Ausgelöst durch das tragische Unglück eilten insgesamt 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zur Einsatzstelle. Um einen schnellstmöglichen Transport der Schwerverletzten zu gewähren waren zudem drei Rettungshubschrauber im Einsatz. Durch das beherzte und professionelle Einschreiten der teils ehrenamtlichen Einsatzkräfte waren eine sehr gute Versorgung der Verletzten und ein rascher Abtransport gewährleistet.

Die Polizei Brannenburg übernahm unter enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Rosenheim die Aufklärung des Unfalls. Es ist nun Aufgabe beider Behörden den genauen Unfallhergang zu ermitteln. Deshalb wurde ein Sachverständiger für Unfallanalytik und technische Untersuchungen mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Im Rahmen dieser Ermittlungen wurde zudem ein Polizeihubschrauber eingesetzt, welcher Luftaufnahmen der Unfallstelle machte.

Durch die Freiwillige Feuerwehr Dettendorf wurde die Unfallstelle bis tief in die Nacht ausgeleuchtet, da sich die Bergungen der Arbeitsmaschine als sehr schwierig gestaltete. Erst mit schwerem Gerät durch ein ortsansässiges Bergeunternehmen konnte der Manitou geborgen und für die Ermittlungen sichergestellt werden.

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