Bad Aibling: Tanzend in den Ruhestand

Bad Aibling – „Sie sind das, was man einen Pädagogen mit Herz nennt!” Der stellvertretende Landrat Josef Huber brachte das auf den Punkt, was an diesem Freitagvormittag in jeder Rede und in jedem Beitrag mitschwang: Erhard Peter Widl hat seinen Beruf geliebt und gelebt. Der Direktor der Rupert-Egenberger-Schule ist bei Lehrern, Schüler und Eltern gleichermaßen beliebt, nun am Ende seiner beruflichen Karriere wurde er in der Aula des Seniorenheims Novalis mit einer großen Zeremonie in den Ruhestand verabschiedet.

Gekommen waren dabei neben der Schulbelegschaft auch viele Rektoren-Kollegen aus Bad Aibling, Vertreter aus der Politik sowie von den Schulämtern. Sie alle würdigten seine Hilfsbereitschaft, seine Fachkenntnisse und sein Einfühlungsvermögen. Josef Huber (r.) sagte: „Sie waren für die Schule, die Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer ein Glücksfall.”

Klaus Funke von der Schulaufsichtsbehörde überreichte ihm die Entlassungsurkunde, nicht ohne vorher auf Widls extrem gute Ausbildung hinzuweisen. Bad Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller (im Foto r.) nannte die stets hervorragende Zusammenarbeit, gestand aber auch, dass er überrascht gewesen wäre, dass Erhard Peter Widl jetzt schon in Pension gehen würde. „Sie sehen so jung aus”, sagt er. „Das mag wohl an ihrer Gattin und dem täglichen Umgang mit den Schülerinnen und Schülern liegen.” Dann fügte er im Scherz und unter dem Lachen der Gäste hinzu: „Ich war auch überrascht, dass die Verabschiedung hier im Seniorenheim stattfindet und könnte jetzt sagen – ,dann bleiben sie doch gleich hier’.”

Konrektorin Angelika Held (im Foto l.) erinnerte mit Fotos von vielen gemeinsamen Ausflügen daran, wie sehr es dem Direktor daran gelegen war, das Verhältnis des Lehrerkollegiums aller drei Schulen untereinander zu pflegen und fördern. „Ihnen war immer sehr an einem guten Zusammenhalt gelegen – wir haben da viele schöne Ausflüge gemeinsam unternommen.” Von ihm erhoffe sie sich auch, dass er ab und zu mal wieder in der Schule vorbeischauen werde und ihr den einen oder anderen Tipp geben könne.

Zwischen den Redebeiträgen waren immer wieder die Schüler am Zug. Sie sorgten mit einem Theaterstück, auf den Direktor umgetextete Lieder und mit Tanzeinlagen für viel Abwechslung und Applaus.

Am Ende war jedoch die Hauptperson selber dran. Zum „Bananenboogie”, vorgetragen von den Schülern aus dem „Haus der Kleinen”, schwangen Erhard Peter Widl und seine Frau das Tanzbein – und tanzten so gemeinsam dem wohlverdienten Ruhestand entgegen.