Mangfalltal: Mehlo-Plath wiedergewählt

ÖDP-Mitgliederversammlung im Zeichen der Brennerzulauf-Diskussion

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Bad Aibling – Die Ökodemokraten der Mangfallgemeinden wählten bei der jüngsten Mitgliederversammlung in Bad Aibling einen neuen Vorstand. Einstimmig wiedergewählt wurden dabei die langjährige Vorsitzende und Kreisrätin Christine Mehlo-Plath aus Bruckmühl sowie ihre Stellvertreterin Anna Maria Kirsch aus Bad Aibling. Ebenso wurde Christine Zeuß aus Bruckmühl wieder in den Vorstand gewählt. Neu dazugekommen ist Susanne Ludwig aus Bad Aibling.

Foto: Der neue Vorstand (v.l.) – Christine Zeuß, Susanne Ludwig, Christine Mehlo-Plath und Anna Maria Kirsch, im Hinterund: Josef Fortner, ÖDP Kreisvorsitzender und Wahlleiter

Die beiden Beisitzerinnen wurden ebenfalls einstimmig gewählt. Da die Kommunalwahlen vor der Tür stehen, wartet viel Arbeit auf die vier Damen des ÖDP-Vorstands, vor allem, da es sich um einen großen Ortsverband handelt, zu dem alle fünf Mangfallgemeinden von Feldkirchen-Westerham über Bad Feilnbach bis Kolbermoor gehören. Derzeit zählt der Ortsverband gute 30 Mitglieder.

„Wir werden  es mit unserer Frauenpower schaffen, eine erneuerte und attraktive Stadtratsliste für Bad Aibling aufzustellen,“ zeigte sich Anna-Maria Kirsch zuversichtlich. „Wir sind seit dem Bienen-Volksbegehren ein sehr gut eingespieltes Team und haben auch mit dem überdurchschnittlichen EU-Wahlergebnis von 4,2 Prozent in Bad Aibling gezeigt, dass die ÖDP noch viel Potenzial nach oben hat. Bei der Kommunalwahl wird der enorme Flächenfraß im Mangfalltal ein bestimmendes Thema  für uns sein und hierbei besonders die geplante Neubautrasse zum Brenner“, sagte Mehlo-Plath.

Theo Geflitter von der Bürgerinitiative Bürgerforum Inntal  und Martin Kreuzmair von der Bürgerinitiative Kolbermoor informierten die Versammlung über den aktuellen Stand der Planungen und stellten die noch aktuellen drei Trassenvarianten vor, die zwischen Kolbermoor und Bad Aibling verlaufen. „Wegen der ungünstigen geographischen Verhältnisse befürchten wir eine aufgeständerte Bauweise, die die Landschaft verschandeln und verlärmen würde”, bemerkte Theo Geflitter. Besonders betroffen wären die Ortsteile Schlarbhofen, Harthausen und Loholz.

Mehlo-Plath betonte, dass die ÖDP eine Neubautrasse aus grundsätzlichen Überlegungen ablehnt: „Hier geht es nicht nur um Landschafts- und Naturzerstörung sondern auch um ein Milliardengrab an Steuergeldern, obwohl kein vordringlicher Bedarf zu erkennen ist. Diese Gelder fehlen dann für einen effektiven Lärmschutz und für einen umweltschonenden Ausbau des bestehenden Schienennetzes sowie für einen verbesserten Nahverkehr.“ Sie rief dazu auf, die Bundestagspetition für den Ausbau der Bestandsstrecke zu unterstützen, sobald diese freigeschaltet ist. Näheres erfährt man unter brennerpetition.de. Der Nahverkehr im Mangfalltal müsse bei einem Ausbau der Bestandsstrecke nicht leiden, versicherte Martin Kreuzmair auf Nachfrage. Nach einer ausgiebigen Fragerunde ergab eine Probeabstimmung unter den Versammelten, dass alle für den Ausbau der Bestandsstrecke und gegen Neubautrassen sind.

 

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