Arbeitsrechtliche Todsünden vermeiden

Bund der Steuerzahler informierte in Rosenheim Arbeitegeber - Ehrungen auf dem Programm

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Rosenheim – „Survivaltraining für Arbeitgeber: So vermeiden Sie arbeitsrechtliche Todsünden“ war der Titel der Informationsveranstaltung vom Bund der Steuerzahler, Regionalverband Landkreis Rosenheim, im „Happinger Hof” in Rosenheim. Zwei auf Arbeitsrecht spezialisierte Rechtsanwältinnen zeigten die unterschiedlichsten Fallstricke für Arbeitgeber auf und beantworteten die zahlreichen Fragen der Zuhörer von der Stellenausschreibung bis zur Weiterbeschäftigung im Rentenalter.

Voraus gingen eine ganze Reihe von Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften – darunter auch die sagenhafte 55 Jahre Mitgliedschaft von Markus Stocker von der Zimmerei Stocker in Prien.

In Vertretung für den Vorsitzenden des Bayerischen Steuerzahlerbundes, Rolf Baron von Hohenhau, leitete der Regionalvorsitzende Gerd Maas mit ein paar aktuellen politischen Steuerzahlerthemen ein. Allem voran hier die Forderung nach der vollständigen Abschaffung des Solidaritätsbeitrags. Außerdem führte Maas die im OECD-Vergleich extrem hohe Steuern- und Abgabenbelastung sowohl für Unternehmen als auch für die Arbeitnehmer aus. „Die Steuern werden in Deutschland mehr und mehr zu einem negativen Standortfaktor“, hielt Maas fest. Trotzdem stellte er sich hinter die Notwendigkeit der Internalisierung externer Effekte für den Klima- und Umweltschutz. CO2-Steuern seien da systematisch durchaus richtig gedacht. Allerdings würde aus den Erfahrungen der bisherigen Ökosteuern sehr wahrscheinlich die Ausweitung des CO2-Zertifikate-Handels auf alle CO2-emittierenden Sektoren EU-weit effektiver wirken.

Maas schnitt auch noch das Thema Grundsteuer an, was der Fraktionsvorsitzende der FDP im Landtag und Mitglied des Bund der Steuerzahler im Regionalverband, Martin Hagen, in einem kurzen Grußwort aufnahm. Zu begrüßen sei, dass es bei der Neuregelung der Grundsteuer eine Öffnungsklausel für die Gestaltung in den Bundesländern geben werde. Damit könnte Bayern vom werteabhängigen Besteuerungsansatz abweichen und zum Beispiel auf die Fläche abzielen. Der bürokratische Aufwand zur Wertermittlung wird aber auch in Bayern zumindest teilweise notwendig sein, weil das in jedem Fall als Grundlage für den Länderfinanzausgleich notwendig sein wird. Einmal mehr wird eine bürgerfreundliche und sparsame Haushaltsführung von Bundesländern über den Länderfinanzausgleich bestraft.

 

Ehrungen:

Metzgerei Angermann GmbH, Aschau i. Chiemgau für 20 Jahre

Wolfgang Rucker, Fenster- und Türenmontage, Aschau i. Chiemgau für 20 Jahre

Josef Wallner, Betriebswirt, Kiefersfelden für 25 Jahre

Dipl.-Volkswirt Robert Hartl, Stephanskirchen für 30 Jahre

Anton Mathe, Elektro-Installation, Bad Aibling für 30 Jahre

Dieter Dottl, Schwimmbad-Bau-Klima, Bruckmühl für 35 Jahre

Rainer Schulz GmbH, Autolackiererei, Bad Endorf  für 35 Jahre

Simon Zosseder, Eiselfing für 35 Jahre

Zimmerei Stocker GmbH, Prien a. Chiemsee für 55 Jahre

 

Foto (von links): Gerd Maas BdSt-RV-Vorsitzender, Sophie Schulz (Ehrung für 35 Jahre Mitgliedschaft), René Nour El Din BdSt-Abteilungsleiter, Anneliese Dottl (Ehrung für 35 Jahre Mitgliedschaft), Florian Haumeier (Ehrung für 35 Jahre Mitgliedschaft), Josef Wallner (Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft), Wolfgang Rucker (Ehrung für 20 Jahre Mitgliedschaft), Elisabeth Angermann (Ehrung für 20 Jahre Mitgliedschaft), Markus Stocker (Ehrung für 55 Jahre Mitgliedschaft), Robert Hartl (Ehrung für 30 Jahre Mitgliedschaft), Anton Mathe (Ehrung für 30 Jahre Mitgliedschaft), Linda Pouyadou, Martin Hagen Fraktionsvorsitzender FDP im Landtag, Catrin Wolf.

(Bildquelle: Bund der Steuerzahler Bayern)

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