Heute letzter Infomarkt in Schechen

Von der Straße auf die Schiene: Alles rund um den Planungsstand Brenner-Nordzulauf

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Schechen – Der letzte von insgesamt 15 Infomärkten der Bahn findet am heutigen Montag in Schechen statt: Und zwar bereits ab 16 Uhr im Pfleger Theaterstadl, Lohen 15. Es geht um den Brenner-Nordzulauf. Der Markt ist offen, jeder kann kommen, wie er heute Zeit hat. Die fünf möglichen Trassenführungen sollen nach Angaben der Bahn in den kommenden eineinhalb Jahren vertieft geplant werden (wir berichteten). Nach der Vorstellung der nun insgesamt noch fünf reduzierten Grobtrassen haben DB und ÖBB die Bürger auch im Landkreis Rosenheim persönlich über den Stand der Planungen informiert.

 Unsere Karte zeigt als Beispiel eine mögliche Trasse in der Varianten-Markierung blau …

Diese Variante berührt die Gemeindegebiete von Langkampfen, Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Flintsbach, Nußdorf, Neubeuern, Rohrdorf, Riedering, Stephanskirchen, Prutting, Rosenheim, Schechen, Großkarolinenfeld und Tuntenhausen.

Mögliche Verknüpfungsstellen:

Nördlich Rosenheim: Großkarolinenfeld oder Aubenhausen
Südlich Rosenheim: Niederaudorf BAB

In Verknüpfungsstellen werden Neubau- und Bestandsstrecke miteinander verbunden. Züge können von der einen auf die andere Strecke wechseln und so an Bahnhöfen der Bestandsstrecke halten. Gesucht wird jeweils eine Verknüpfungsstelle südlich und nördlich von Rosenheim.

Ab der Verknüpfungsstelle Großkarolinenfeld / Aubenhausen wird der nächste Abschnitt der Neubaustrecke in Richtung Grafing anschließen.

Im vergangenen Jahr hatte das Projektteam erste Grobtrassen vorgestellt. Nun sind die nächsten Schritte gesetzt: 110 unterschiedliche Planungsvorschläge aus der Region wurden geprüft und anschließend die Zahl der Varianten reduziert.

Bei 16 Veranstaltungen in Deutschland und Österreich erläuterten die Bahnen den Menschen vor Ort die fünf Einzelvarianten und die anstehenden Planungsschritte. An weiteren Ständen erhielten die Bürger zudem Informationen zu Themen wie der Verkehrsentwicklung, dem Ablauf der Planungen sowie den Projekthintergründen.

Mit der baulichen Umsetzung sei frühestens in den 2030er-Jahren zu rechnen. Nach Schätzungen könnte die Neubaustrecke auf deutscher Seite frühestens 2038 fertig sein – also zehn Jahre nachdem der Brenner-Basistunnel fertig werden soll. Bis dahin müsste also die bestehende Strecke ausreichen.

Ziel des von der Europäischen Union forcierten Ausbaus ist, mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen.

Die derzeitige Verkehrssituation verschärft den Konflikt zwischen den Nachbarländern:

Tirol geht aktuell unter Androhung von Strafen gegen Autofahrer aus Deutschland vor, die von den viel befahrenen Autobahnen – im Bereich Kufstein zum Beispiel – auf die Landstraßen ausweichen.

Darüber hinaus führt die Tiroler Landesregierung für Lkw auf den Brennerstrecken regelmäßig eine Blockabfertigung ein (wir berichteten mehrmals), die den Lastwagenfahrern viel Zeit kostet – die Strecke aber entlasten soll.

Die Belastungsgrenze für Mensch, Natur und Infrastruktur in Österreich sei überschritten, so der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter.

Quellen: brennernordzulauf.eu – Deutsche Bahn – ARD

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