Syrer gibt sich als Ungar aus

Rosenheimer Bundespolizei registriert am Wochenende 40 unerlaubte Einreisen

image_pdfimage_print

Rosenheim / Kiefersfelden – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Wochenende  rund 40 unerlaubte Einreiseversuche registriert. Mehrere Personen waren mit gefälschten Dokumenten unterwegs. Für einen syrischen Staatsangehörigen ging es vom Reisebus vor Gericht und schließlich ins Gefängnis.

An der Grenzkontrollstelle auf der Inntalautobahn trafen die Bundespolizisten in einem in Italien zugelassenen Bus auf einen Mann, der sich als Ungar ausgab. Hierzu wies er sich mit einer ungarischen Identitätskarte aus. Den Beamten fiel sofort auf, dass mit diesem Dokument etwas nicht in Ordnung war. Der 29-Jährige wurde wegen des Verdachts der Urkundenfälschung festgenommen. In der Rosenheimer Dienststelle gestand der Syrer, dass er sich die Fälschung „besorgt“ hätte, um nach Deutschland zu gelangen. Er wurde auf richterliche Entscheidung hin in die Justizvollzugsanstalt Bernau gebracht.

 

Auch vier irakische Staatsangehörige mussten im Anschluss an die Überprüfung ihrer Personalien auf Höhe Kiefersfelden ihre Busreise beenden. Sie hatten verfälschte und als gestohlen gemeldete Reisepässe sowie falsche griechische Aufenthaltserlaubnisse zur Kontrolle vorgelegt. Die Beamten erkannten den Schwindel. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen musste ein 39-Jähriger das Land mit einer Strafanzeige im Gepäck wieder verlassen. Eine 28-Jährige stellte für sich und ihre drei beziehungsweise sechs Jahre alten Kinder ein Schutzersuchen. Sie wurden vorerst an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren