Rosenheim: Katzen-Alptraum …

Anwohner, Feuerwehr und Polizei retten Tiere aus verwahrloster Wohnung

image_pdfimage_print

Rosenheim – Anwohner in der Herderstraße verständigten gestern Nachmittag um 14.30 Uhr die Rettungskräfte, da sie aus einer Wohnung seit längerer Zeit das Miauen von Katzen hören. An der Eingangstür soll man auch deutlich das Kratzen der Tiere hören. Vor Ort konnte der Sachverhalt durch eine Streife der Rosenheimer Polizei bestätigt werden. Nachbarn schilderten, dass die Bewohner seit längerer Zeit nicht mehr gesehen wurden, wo diese genau sind, wusste keiner.

Über die Wohnungsbaugesellschaft konnte der Hausmeister mit einem Schlüssel ermittelt werden.

In der Wohnung bot sich für alle Beteiligten ein schreckliches Bild. Mehrere Katzen liefen in der Wohnung hin und her und die Wohnung wirkte auf die Anwesenden verwahrlost. Da das Katzenklo auch überfüllt war, verrichteten die Tiere ihre Notdurft in der gesamten Wohnung.

In einem Terrarium befanden sich mehrere Leopardengeckos und Schlangen, die wohl auch wie die Katzen, seit längerer Zeit nichts mehr zum Fressen bekommen hatten. Über die Füße der Beamten hüpfte dann plötzlich auch noch ein Frosch, neben vielen kleinen Tierchen, die unter die Kategorie Ungeziefer fallen.

Die Feuerwehr Rosenheim wurde um Hilfe gebeten, damit die Tiere aus dem Terrarium befreit werden können. Sie wurden einer Reptilienauffangstation in München übergeben, um die Katzen kümmerte sich das örtliche Tierheim.

Die Hausverwaltung wird nun versuchen, den Mieter, ein 45 Jährigen Bewohner, ausfindig zu  machen, damit die Wohnung wieder in einen bewohnbaren Zustand kommt. Alle Beteiligten konnten aufgrund des starken Gestanks sich nur jeweils für kurze Zeit in der Wohnung aufhalten.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen eines Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz aufgenommen. Ob der 45-jährige Bewohner auch der Tierhalter ist, ist Gegenstand der Ermittlungen.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren