Gedenken auf der Kampenwand

Hunderte Gläubige trafen sich gestern zur traditionellen Bergmesse

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Seitdem 1951 von Höslwanger Kriegsheimkehrern das eiserne Kreuz auf dem Gipfel der Kampenwand eingeweiht wurde, gibt es alljährlich ein Gedenken an der Kapelle „Maria, Königin des Friedens“  nahe der Steinlingalm. Heuer war die Gemeinde Grabenstätt Ausrichter der Gedenkenmesse, zu der sich 92 Fahnenabordnungen aus den Veteranen-Kreisverbänden Traunstein und Rosenheim sowie aus den Ortsvereinen der Gemeinde Grabenstätt und viele hundert Gläubige einfanden.

Zelebrant des heurigen Festgottesdienstes war Pater Gabriel, zuständiger Geistlicher für Grabenstätt und Chieming. Er erinnerte gleich zu Beginn der Feier daran, dass auch er persönlich allen Grund hat, an dieser Stelle Gott zu danken: „Ich danke meinem Opa, er war nach dem Krieg sieben Jahre in Sibirien in Gefangenschaft, er hatte das Geschenk, wieder nach Hause zu kommen. So konnten meine Mutter und später auch ich geboren werden“. Jeder noch so kleine Teil Gutes auf Erden werde im Himme belohnt werden, so der Geistliche, der anstatt einer Predigt aus den Reihen der Gottesdienstbesucher persönliche Bitten vortragen ließ.

Mit einem „Habe die Ehre“ bat Pater Gabriel darum, stets den Blick auf Gott und auf die Mitmenschen zu richten und auf die gastgebende Gemeinde Grabenstätt gerichtet sprach er dessen Bürgermeister Georg Schützinger mit den Worten an: „Es ist mir eine Ehre und Freude, so einen Bürgermeister zu haben, der zum Abschied seiner 36-jährigen Amtszeit nach 1995 noch einmal das innere Bedürfnis hatte, das Chiemgau-Gedenken auf der Kampenwand auszurichten“.

 

Bürgermeister Schützinger bat darum, nicht zu vergessen, dass in Deutschland und Bayern seit 74 Jahren Frieden herrsche. Zugleich konnte er eine große Anzahl von Ehrengästen aus den Reihen der Politik, der Kommunen, den Veteranen-Vereinen sowie der Bundeswehr begrüßen. Schützingers besonderer Dank galt den Veteranen-Obmännern Pius Graf vom Landkreis Rosenheim und Michael Bernauer vom Landkreis Traunstein sowie den Gemeinden Aschau und Höslwang für das stets gute Miteinander bei den Vorbereitungen. Ein weiterer Dank galt der Musikkapelle Grabenstätt, den Aschauer Alphornbläsern sowie dem Salutzug der Gebirgsschützenkompanie Aschau für deren Mitgestaltung des Gottesdienstes. Dessen Abschluss bildeten eine Kranzniederlegung sowie die Bayernhymne.

Nächstjähriger Ausrichter der Gedenkmesse für die Gefallenen und Vermissten des Chiemgaus in zwei Weltkriegen ist die Gemeinde Schnaitsee.

Fotos: Hötzelsperger.

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