Kolbermoor: Verhärtete Fronten

Bürgerinitiative gegen den Bau eines Krematoriums antwortet auf offenen Brief der Betreiberfirma

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Kolbermoor – Nein, der weiße Rauch steigt noch lange nicht auf aus dem geplanten Krematorium im Friedhof am Rothbachl (Skizze links). Die Bürgerinitiative gegen das Krematorium hat sich entschieden, nicht zur geplanten Informationsverantaltung der Stadt am 17. September zu erscheinen und hat stattdessen eine eigene Veranstaltung am 13. September angekündigt. Das wiederum findet Thomas Engmann von der Krematoriums-Betreiberfirma EHG sehr schade und wendet sich mit einem offenen Brief an die Bürgerinitiative. Die wiederum reagiert heute mit einer „offenen Antwort”.

Beide Schreiben haben wir am Ende des Textes angefügt. Doch warum will die Bürgerinitiative nun der Veranstaltung am 17. September fernbleiben? Der Grund liegt in einem suboptimalen Gespräch Anfang des Monats:

Nachdem Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo die Herren Klaus Zirngast und Robert König, Vertreter der Bürgerinitiative, Anfang August für ein Informationsgespräch und zur Besprechung der weiteren Verfahrensweise ins Rathaus eingeladen hatte, gab es dort prompt Ärger. Denn vorab verlangten die Leute der Bürgerinitiative eine Entschuldigung von Stadtmarketing-Leiter Christian Poitsch. Die aber gab es nicht.

Poitsch hatte schon im Juni auf einer Infoveranstaltung angemahnt, dass die Diskussionskultur in der Stadt nicht verrohen dürfe. Man habe ja gesehen, wohin das führen kann – siehe den Fall Lübcke. Die Vertreter der BI sahen sich da in die rechte Ecke gestellt, doch Poitsch entschuldigte sich nicht „für etwas, das er so nie gesagt hat” – merkte Peter Kloo an.

Deshallb wurde das Gespräch durch die Vertreter der BI nach kurzer Zeit abgebrochen. Zu einem sachlichen Informationsaustausch ist es nicht gekommen.

Hier sind die beiden Schreiben:

 

Offene Antwort:

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