Rosenheim: Herbstfest, der erste Tag

Wiesnblaulicht - die Ereignisse vom Samstag - Bruckmühler außer Rand und Band

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Rosenheim – Der Wettergott muss ein Rosenheimer sein, denn er  bescherte zum Start des Rosenheimer Herbstfestes mit dem traditionellen Festzug traumhaftes Kaiserwetter. Pünktlich um 12 Uhr hieß es dann „O´zapft is“ in beiden Festzelten. Für die Wiesnwache und die Beamten der Polizeiinspektion Rosenheim begannen damit wieder 16 lange und fast auch immer ereignisreiche Arbeitstage. Bei nur wenigen kleinen Zwischenfällen freuten sie sich über einen friedlichen Wiesnauftakt.

Prächtig war die Stimmung bei den zahlreichen Besuchern aus Rosenheim und der Region. Lederhosen, Dirndl und a fesche bayerische Polizeiuniform sind schon ein Foto wert. Noch bevor die Beamten der Wiesnwache ihre ersten Streifenrunden drehten, entwickelte sich ein entspannter Dialog zwischen Bürgern und Polizei, der oftmals mit einem „Erinnerungs-Selfie“ endete.

Polizeipräsident Robert Kopp und Polizeivizepräsidentin Eva Schichl freuten sich besonders über ein „bekanntes“ Gesicht aus dem Bayerischen Innenministerium. Der Inspekteur der Bayerischen Polizei Harald Pickert ließ es sich nicht nehmen, seine Rosenheimer Kolleginnen und Kollegen zu besuchen und am Wiesnauftakt teilzunehmen.

Bei einem Besuch der Wiesnwache am Glückshafen dankten die Behördenleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sowie der Inspekteur der Bayerischen Polizei den Beamten für ihren engagierten Einsatz und wünschten einen friedlichen Wiesnverlauf.

 

Zu vorgerückter Stunde kam es zu den ersten Einsätzen für die Wiesnbeamten. Nicht genug Abkühlung brachte der plötzlich einsetzende Platzregen dem einen oder anderen Stänkerer, die sich nicht mehr zu benehmen wussten und dementsprechend die Nacht in der Ausnüchterungszelle der Polizeiinspektion Rosenheim verbringen durften.

Immer noch mit einer „unbandigen Kraft“ ausgestattet fühlte sich ein 25-jähriger Bruckmühler, der nach dem Herbstfestbesuch mit über zwei Promille in der Prinzregentenstraße ein Pärchen anpöbelte und sogar zu schlagen versuchte. Die hinzugerufenen Beamten der Polizei konnten den jungen Herren nur schwer beruhigen, so dass er in Gewahrsam genommen werden musste. Doch damit noch nicht genug, denn im weiteren Verlauf sträubte er sich auch gegen die Gewahrsamnahme erheblich und versuchte zunächst mittels Kopfstoß und Fußtritten einen Polizeibeamten zu verletzen, was ihm glücklicherweise misslang. Mehr Erfolg hatte er dann jedoch zum Nachteil eines Dienstfahrzeugs. Immer noch nicht beruhigt trat er gegen das Polizeifahrzeug und „köpfte“ dann auch noch mit voller Wucht eine Delle in die Schiebetür!

Von der Müdigkeit und vielleicht auch vom Alkohol völlig übermannt suchte sich ein 22-jähriger Mann aus Unterreit einen ziemlich extravaganten Schlafplatz. Der Mann wurde gegen 3.00 Uhr am Salzstadel schlafend auf einer Motorhaube eines Mercedes vorgefunden. Der Mann aus Unterreit hatte sich so sehr auf das Fahrzeug „gekuschelt“, dass er den Mercedesstern verbog, den Lack leicht verkratzte und auch noch eine kleine Delle in die Motorhaube „schnarchte“. Für die Verwechslung „Schlafhaube“ mit „Motorhaube“ wird der junge Bursch auf jeden Fall die Kosten für die Instandsetzung seiner außergewöhnlichen „Schlafstätte“ tragen müssen.

Wie in den letzten Jahren waren die Vorkommnisse aber überschaubar und trübten in keinster Weise den positiven Gesamteindruck einer sympathischen Wiesn.

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