Rosenheim: Wo soll’s denn hingehen?

Geschäftsmodell während des Herbstfestes? Polizei zieht illegale Taxis aus dem Verkehr

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Rosenheim – So einfach geht’s dasnn halt doch nicht: Mehrere Verstöße nach der Gewerbeordnung, Fahrerlaubnisverordnung und nach dem Personenbeförderungsgesetz stellte die Rosenheimer Polizei an diesem Wochenende  fest. Am Samstagabend gegen 23.00 Uhr konnte ein 27-jähriger Autofahrer aus Bad Endorf dabei beobachtet werden, wie er am Ludwigsplatz eine Personengruppe ansprach. Hier wurden das Fahrziel und der Fahrpreis von 10 Euro vereinbart. Kurz nach der Fahrt erfolgt die polizeiliche Anhaltung des Audi und Kontrolle.

Eine halbe Stunde später konnte eine Streife einen Mann feststellen, der am Ludwigsplatz offensichtlich auf ein Taxi am dortigen Taxistand wartete. Plötzlich fuhr ein BMW-Fahrer vor, gelenkt von einem 27-jährigen Rosenheimer. Die Beamten konnten auch hier ein Gespräch wahrnehmen, es ging um das Fahrziel und Fahrpreis von 20 Euro. Nach Einigung stieg der Mann ein und der BMW fuhr los. Kurz danach erfolgte die polizeiliche Anhaltung und Kontrolle.

Der Rosenheimer zeigte sich uneinsichtig, in seinem Geldbeutel konnte ein größerer dreistelliger Bargeldbetrag aufgefunden werden. Es bestand der dringende Verdacht, dass dieses Geld aus Personenbeförderung gewonnen wurde, deshalb erfolgte die Sicherstellung des Geldes. Auch der BMW wurde näher in Augenschein genommen, dabei konnten gravierende technische Mängel festgestellt werden, auch wurde vorsätzlich der Gurtwarnton aus dem Betriebssystem des BMW deaktiviert. Der BMW wurde von den Beamten zur Gutachtenerstellung auf richterliche Anordnung sichergestellt.

Heute Morgen gegen 1.00 Uhr wurde in der Innstraße ein 50-jähriger Rosenheimer festgestellt. Der Mann fuhr mit seinem Ford stadtauswärts und sprach eine Gruppe von Fußgängern an. Der Mann fragte, wo sie denn hingehen und die Gruppe erwiderte, nach Vogtareuth. Der Rosenheimer bot nun wiederrum an, die Gruppe für 20 Euro nach Vogtareuth zu fahren.

Wie die Ermittlungen ergaben, war dies nicht der erste Verstoß des 50-Jährigen, bereits im Jahr 2018 ist er in ähnlicher Weise aufgefallen. Die Belehrung der Beamten nahm er nicht an, er zeigte sich völlig uneinsichtig. Sämtliche Fahrer hatten keine Genehmigungen oder Erlaubnisse nach dem Gewerberecht oder Personenbeförderungsscheine. Es wurden entsprechende Bußgeldverfahren eingeleitet.

Alle „Mitreisenden“ musste sich dann ein „richtiges“ Taxi für ihre Heimfahrt organisieren. Die Rosenheimer Polizei weist darauf hin, dass die Kontrollen fortgesetzt werden.

 

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