Bad Aibling: Miniköche zu Gast

CSU lud in die Luitpold-Grundschule ein - Ferienprogramm-Aktion soll Dauer-Einrichtung werden

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Bad Aibling – Weiße Kochjacken werden angezogen, Schürzen gebunden, Kochmützen gerichtet und dann geht’s los: Es wird Gemüse geschnippelt, Fleisch gebraten, geschält, gemixt, Servietten gefaltet, angerichtet und serviert. In der Luitpold-Grundschule wurden am Wochenende zwanzig Aiblinger Kinder zu „Kochhelden“. Unter der Leitung von Küchenchef Jürgen Mädger bereiten die Mini-Köche ein Viergänge-Menü für 50 Gäste zu. Eigentlich sollte diese Veranstaltung nur einmalig als Teil des Aiblinger Ferienprogramms stattfinden. Jetzt könnte daraus eine Dauer-Einrichtung werden.

Foto o: CSU-Bürgermeisterkandidat Stephan Schlier (M.) und Küchenchef Jürgen Mädger mit Schülern und Hotel-Azubi

und und  Zwanzig Aiblinger Kinder nahmen am Wochenende an der Ferienprogramm-Aktion „Europa Miniköche“ in der Küche der Luitpold-Schule teil. Der Aufwand an Material und Personal war beträchtlich, der Erfolg nach Überzeugung der Ausrichter so groß, dass daraus eine Dauereinrichtung werden soll. Organisiert wurde das Schülerkochen von der CSU Bad Aibling im Rahmen des von FOKUS-Familiennetzwerk e.V. organisierten Ferienprogramms der Stadt.

Gleich drei Aiblinger Hotels stellten Azubis als professionelle Unterstützer der Kinder-Nachwuchsköche ab – Schmelmer Hof, Romantik-Hotel Lindner und das Hotel St. Georg. Die Metro stiftete Fleisch, Gemüse und alle Zutaten. Den Tischschmuck übernahm Floristin Monika Müller von Backen & Blumen. Am Ende schnippelten, blanchierten, brieten, mixten und buken die zwanzig Kinder fast sechs Stunden lang gemeinsam mit den Profis. Zum Kartoffelschälen war CSU-Bürgermeisterkandidat Stephan Schlier abgestellt. Die fertigen Kreationen servierten die Kinder professionell angeleitet dann ihren Eltern und Familien.

Foto: Kochen macht durstig. Die rote Limo ging am besten. Thomas Geppert macht den Mundschenk. Als Dehoga-Chef kennt er sich mit Gastronomie aus …

Das Kommando in der Schulküche führte Küchenchef, Gastronom und Hotelier Jürgen Mädger (74) aus dem baden-württembergischen Bartholomä. Mädger ist Gründer der Initiative „Europa Miniköche“, die heuer 30 Jahre alt geworden ist. Für die „Miniköche“ wurde Mädger mehrfach ausgezeichnet, u.a. vom Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages.

Die Kinder wurden jeweils mit den Azubis der Hotels zu Gruppen eingeteilt, die sich von Station zu Station durchkochten. Eine Gruppe kümmerte sich um die Schweinelendchen, die als „Aiblinger Lendchen“ in Speck gewickelt, mit einer Dörrpflaume gefüllt und gebraten wurden. Sie wurden mit Kartoffelgratin und Gemüsespaghetti als Hauptgang serviert.

Davor gab es eine im Thermomix gezauberte Tomatensuppe und ein Carpacchio aus Rote Beete. Als Dessert kredenzte das Miniköche-Team eine Schwarzwälder-Kirsch-Komposition im Glas.

„Mir ist es wichtig, Kindern zu zeigen, dass Essen nicht nur fertig aus der Tüte kommt“, sagte Küchenchef Mädger. Mit seinen „Miniköchen“ wolle er dafür werben, dass Kinder ein Gespür für selbst zubereitetes Essen und dessen möglichst regionale Herkunft entwickeln.

Foto: Die Organisatoren (v.l.) – Christian Schönberger vom FOKUS-Familiennetzwerk und einer der Organisatoren des Ferienprogramms, CSU-Bürgermeisterkandidat Stephan Schlier und CSU-Ortsgruppenchef Thomas Geppert

Bürgermeisterkandidat Stephan Schlier und der Aiblinger CSU-Ortsvorsitzende Dr. Thomas Geppert regten an, aus dieser eigentlich nur einmalig gedachten Aktion eine Dauereinrichtung zu machen und dabei mit FOKUS-Familiennetzwerk e.V. zusammen zu arbeiten. Die Idee hinter den Europa-Miniköchen ist einfach, sagte Bürgermeisterkandidat Stephan Schlier: „Die Kinder sollen für gesunde Ernährung, regionale Lebensmittel und eine intakte Umwelt sensibilisiert werden – spielerisch!“ Neben der bewussten Zubereitung der Speisen gehöre auch das gemeinsame Essen zur bayerischen Esskultur. „Wer den Wert gesunder, hochwertiger Lebensmittel kennenlernt, genießt mehr und schmeißt auch nicht so viel weg!“

Mädger nahm die beiden Politiker beim Wort und bat am Ende die Eltern der Kinder um das Handzeichen: Wer werde seine Kinder für einen Miniköche-Kurs anmelden? Annähernd alle Hände gingen hoch. Auch die Kinder selbst sahen es nicht anders: „Selbst zu kochen und in der Küche mitzuhelfen hat so viel Spaß gemacht,“ berichtet etwa eine Sechstklässlerin, „und besser geschmeckt als eine Tiefkühlpizza hat es auch noch!“

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