Raubling: Wer ist denn nun gefahren?

Polizei steht nach kuriosem Verkehrsunfall vor einem Rätsel - alle drei Auto-Insassen betrunken

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Am Samstagnachmittag gegen 15.50 Uhr kam es auf der Kreisstraße RO 7 bei Raubling, zu einem schweren Verkehrsunfall. Auf der Verbindungsstraße zwischen Neubeuern und Raubling kam ein grauer Ford nach links von der Fahrbahn ab, stürzte das Bankett hinab, rauschte zwischen mehreren Bäume hindurch und überschlug sich dann. Ein Augenzeuge berichtete, dass er zuvor vom Unfallfahrzeug noch überholt wurde, ehe dieses nach links von der Fahrbahn abflog.

 

Vor Ort stellte sich für die Beamten der Inspektion in Brannenburg schnell heraus, dass es kein gewöhnlicher Verkehrsunfall ist. Zwar waren glücklicherweise alle Beteiligten – ein 34-jähriger Feilnbacher, ein 25-jähriger Pfraundorfer und ein 25-jähriger Brannenburger – nur leicht verletzt, hatten dafür aber erheblich viel Alkohol konsumiert. Alle vor Ort festgestellten Fahrzeuginsassen hatten weit über 1,1 Promille.

Doch jetzt wird es kurios – alle drei behaupteten auch nicht gefahren zu sein. Sie gaben an, ein vierter Unbekannter habe das Fahrzeug gesteuert. Da von den Zeugen aber nur drei Personen gesehen wurden, ist es jetzt Aufgabe der Beamten festzustellen wer gefahren ist. Hierzu wurden diverse strafprozessuelle Maßnahmen getroffen. Unter anderem wurde allen Beteiligten Blutproben entnommen und die Oberbekleidung sowie das Fahrzeug sichergestellt.

Sollte sich herausstellen, dass einer der vor Ort festgestellten Personen der Fahrer war, wartet auf ihn eine saftige Strafe. Die Fahrt unter dem Einfluss von Alkohol ist kein Kavaliersdelikt und hat neben einer Geldstrafe auch den Entzug der Fahrerlaubnis zur Folge. Im schlimmsten Fall kann von einem Richter sogar eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr ausgesprochen werden.

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