Gatterlmesse bei Schneetreiben

Traditionsveranstaltung der Polizei fand heuer in der Kapelle statt

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Zugspitze – Zum Gedenken aller im Dienst tödlich verunglückten Polizeibeamten sowie den im Zugspitzgebiet tödlich verunglückten Bergfreunden wurde heute, am zweiten Sonntag im September, wieder die Gatterlmesse auf der Zugspitze gefeiert. Seit 1953 besteht diese Tradition nun schon. Auf Grund der leider widrigen Witterung zelebrierte  Erzbischof Reinhard Kardinal Marx den Gottesdienst heuer in der Kapelle Maria Heimsuchung und nicht unter freiem Himmel.

Die Besucher der Gatterlmesse ließen sich von Nebel und dichtem Schneefall nicht abbringen, den Toten zu gedenken, die am höchsten Berg Deutschlands vor fast 67 Jahren ihr Leben gelassen haben. Am 20. Dezember 1952 riss eine Lawine vier Grenzpolizisten und einen Vorarlberger Skibergsteiger am sogenannten Zugspitzgatterl in den Tod. Seit 1953 findet deshalb jährlich die traditionelle Gatterlmesse an der Kapelle Maria Heimsuchung auf dem Zugspitzplatt statt. Die Andacht ist den Opfern des Lawinenunglücks von 1952, allen Angehörigen der Bayerischen Polizei, die in Ausübung ihres Dienstes den Tod fanden sowie allen Berg- und Skisportlern, die im Zugspitzgebiet tödlich verunglückt sind, gewidmet.

Trotz dichtem Schneefall erschienen so viele Besucher, dass der Platz in der Kapelle nicht ausreichte und etliche im Schneetreiben davor ausharren mussten. Vor der Messe begrüßte Polizeipräsident Robert Kopp die Ehrengäste im „SonnAlpin“ auf dem Zugspitzplatt und erinnerte dabei auch an die zahlreichen Einsätze, zu denen die Kollegen der Alpinen Einsatzgruppe gemeinsam mit den Kameraden der Bergwacht im vergangen Jahr gerufen wurden. Robert Kopp betonte in seinem Grußwort, wie wichtig und wertvoll in diesen Zeiten, die von hoher Arbeitsbelastung geprägt sind, die innere Einkehr für Polizeibeamte ist. Die Gatterlmesse ist eine gute Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen und die positive Kraft der Natur für künftige Aufgaben mit ins Tal zu nehmen.

Das Bläserensemble des Polizeiorchesters Bayern eröffnete, umrahmt von der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, stimmungsvoll den feierlichen Gottesdienst. Seine Eminenz, der Hochwürdigste Herr Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, würdigte in seiner Predigt die engagierte Arbeit der Polizeibeamten, die immer wieder von neuem den Mut aufbringen, um den Bürgerinnen und Bürgern Schutz und Sicherheit zu gewähren. In seinen Dank schloss er die Polizeiseelsorge, die bei den oftmals belastenden Einsätzen eine umfassende Unterstützung der Polizeibeamten gewährleistet, ausdrücklich mit ein.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bedankt sich an dieser Stelle bei allen, die zum Gelingen dieser würdigen Veranstaltung beigetragen haben. Unter anderem bei der Tiroler und der Bayerischen Zugspitzbahn, der Bergwacht, dem DAV, der Alpinen Einsatzgruppe, der hohen Geistlichkeit und den zahlreichen Gästen, die der Einladung von Polizeipräsident Robert Kopp gefolgt waren.

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