„Klare und deutliche Position”

Berlin/Rosenheim – Die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig soll neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung werden und damit ein Regierungsamt übernehmen. Der CSU-Vorsitzende Markus Söder und die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag unterbreiteten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen entsprechenden Vorschlag. Der Minister wird den Vorschlag dem Bundeskabinett am 18. September vorlegen, die Entscheidung wird am selben Tag fallen.

Daniela Ludwig freut sich über das Vertrauen der CSU. „Die Arbeit einer Drogenbeauftragten ist ein hohes Regierungsamt im Ressort eines sehr aktiven Ministers”, sagt Ludwig in einer ersten Stellungahme. „Das Thema Suchtprävention ist eine der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben. Das betrifft nicht nur illegale Drogen, sondern ganz besonders auch das Alltagssuchtverhalten. Eine Bagatellisierung darf es nicht geben. Ich werde eine klare und deutliche Position einnehmen.”

Die Drogenbeauftragte hat ihren Sitz im Bundesgesundheitsministerium und koordiniert die Drogenpolitik der Bundesregierung. Sie gibt Anstöße, nimmt Empfehlungen der Fachwelt auf und vertritt die Drogenpolitik des Bundes gegenüber Politik, Presse und Öffentlichkeit. Außerdem leitet sie die deutsche UN-Delegation in der Drogenpolitik und nimmt den deutschen Sitz in verschiedenen Gremien der Europäischen Union wahr.  Forderungen zu erheben und neue Regelungen vorzuschlagen – das ist nur eine Seite der Arbeit einer Drogenbeauftragten. Sie muss auch versuchen, dafür Mehrheiten in der Bundesregierung und im Deutschen Bundestag zu erzielen. Hierbei kommt ihr ihre Doppelrolle als Beauftragte der Regierung und Mitglied des Bundestages zugute.

Foto: © Tobias Koch