Oberbayern: 368.000 Schüler

Oberbayern – „Wir sind gut gerüstet für auf das neue Schuljahr 2019/2020. Alle Schulen in unserer Zuständigkeit sind ausreichend mit Lehrkräften versorgt. Neben dem Pflichtunterricht können wir Fördermaßnahmen und Arbeitsgemeinschaften anbieten, die Inklusion, Integration und digitale Bildung weiterentwickeln, pädagogische Akzente setzen und das neue Pflichtfach Informatik an Mittel- und Förderschulen einrichten“, informiert Oberbayerns Regierungspräsidentin Maria Els über die Eckpunkte des neuen Schuljahres.

Im kommenden Schuljahr werden insgesamt rund 368.000 Schülerinnen und Schüler an Oberbayerns öffentlichen und privaten Grundschulen, Mittelschulen, Förderschulen und beruflichen Schulen unterrichtet.

Im Schuljahr 2019/2020 werden rund 229.000 Schülerinnen und Schüler die Grund- und Mittelschulen, rund 23.700 Schülerinnen und Schüler die Förderschulen und rund 116.000 Schülerinnen und Schüler die beruflichen Schulen in Oberbayern besuchen. Im Durchschnitt werden an der Grundschule 21,52 und an der Mittelschule 19,62 Schülerinnen und Schüler pro Klasse unterrichtet.

Für knapp 41.000 oberbayerische Abc-Schützen – etwa 1000 weniger als im Vorjahr – beginnt am 10. September die Schulzeit. Um die Unterrichtsversorgung sicherzustellen, wurden in Oberbayern an den Grund- und Mittelschulen insgesamt 1.515 Lehr-, Fach- und Förderlehrkräfte neu eingestellt, 675 davon kommen aus anderen Regierungsbezirken. Zusätzlich qualifizieren sich 82 Realschul- und Gymnasiallehrkräfte neu für das Lehramt an Grund- bzw. Mittelschulen. „Wir sind dankbar für die Lehrkräfte aus den anderen Regierungsbezirken und für die Unterstützung der Realschul- und Gymnasiallehrkräfte“, so Regierungspräsidentin Els. An den Förderschulen wurden 160 und an den staatlichen beruflichen Schulen 76 Lehrkräfte neu ins Beamtenverhältnis auf Probe eingestellt, 32 Realschul- und Gymnasiallehrkräfte qualifizieren sich für das Lehramt für Sonderpädagogik weiter.

Schwerpunkt auf digitaler Bildung

An allen Schularten gibt es eine Reihe von pädagogischen Schwerpunktsetzungen und Neuerungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Schuljahr 2019/2020 wieder im Bereich der digitalen Bildung. Die digitale Ausstattung an den Schulen wird weiter forciert und durch verschiedene Förderprogramme unterstützt.  Den oberbayerischen Schulen stehen dafür zusätzlich rund 228 Millionen Euro zur Verfügung. An den Mittelschulen und Förderschulen wird in den Jahrgangsstufen 5 und 7 das Pflichtfach Informatik neu eingeführt. Für alle Lehrkräfte stehen neben einer flächendeckenden onlinebasierten Lehrerfortbildung auch eine auf allen Ebenen ineinander verzahnte Lehrerfortbildung sowie ein breit aufgestelltes Unterstützungsnetzwerk für die Erweiterung ihrer Kompetenzen im Bereich der digitalen Bildung zur Verfügung.

Die inklusiven Unterrichtsmaßnahmen werden ausgeweitet. Neben den 95 Profilschulen Inklusion wird an allen Regelschulen die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf z.B. in Kooperationsklassen oder durch Einzelinklusion in den Regelklassen umgesetzt. Für die Ausweitung der inklusiven Maßnahmen wurden wieder zusätzliche Stellen zur Verfügung gestellt.

Integration von Schülern mit Migrationshintergrund

Eine gelingende Integration der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund ist weiterhin ein besonderes Anliegen, auch wenn die Zahl der Zugänge von schul- und berufsschulpflichtigen Flüchtlingen und Asylbewerbern rückläufig ist. An Grundschulen und Mittelschulen werden dafür Deutschklassen eingerichtet, in denen neben Allgemeinbildung insbesondere Sprache gefördert sowie Kultur und Werte vermittelt werden. Darüber hinaus gibt es Förderstunden „DeutschPlus“ in den Regelklassen sowie im Rahmen der Vorkurse für die Vorschulkinder in den Kindertagesstätten. An den beruflichen Schulen sind Berufsintegrationsklassen und Deutschklassen eingerichtet. Alle berufsschulpflichtigen Asylbewerber und Flüchtlinge werden beschult und gefördert.

Das Bildungsangebot für Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis wird weiter ausgebaut. Ergänzend zu den bestehenden Beschulungsmodellen wird in jedem Landkreis an einer Berufsschule mindestens eine vollzeitschulische Maßnahme angeboten.

Ganztagsangebote werden weiter erhöht

Zur Unterstützung der pädagogisch-erzieherischen Arbeit an den Schulen wird die Zahl der Schulsozialpädagogen und Schulpsychologen weiter ausgebaut. Ganztagsangebote und schulischen Betreuungsangebote werden weiter erhöht. Ziel ist ein flächendeckender und bedarfsgerechter Ausbau dieser Angebote, um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter ab 2025 zu gewährleisten und so Familie und Beruf in Einklang zu bringen.