Heufeld: Viel Schokolade und kaum Zitrone

Eine Geschwindigkeitsmessung der etwas anderen Art vor der Justus-von-Liebig-Schule

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Heufeld – Heute Morgen durften sich einige Autofahrer über eine kleine Tafel Schokolade freuen, während andere ein saures Bonbon lutschen mussten. Im Rahmen der Aktion „Schokolade und Zitrone“ wurden dabei die Beamten der Polizeiinspektion Bad Aibling von Kindern der Justus-von-Liebig-Schule aus Heufeld unterstützt.

Eine Präventionsaktion der besonderen Art führte die Polizeiinspektion Bad Aibling am Freitag in der Zeit von 07.30 Uhr – 08.30 Uhr durch.

Unterstützt von Kindern der 3. und 4. Klasse der Justus-von-Liebig-Schule wurde auf der Zufahrtsstraße zur Grund- und Mittelschule eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt. Während bei einer „normalen“ Messung jedoch nur Fahrzeugführer angehalten werden, die sich nicht an die zulässige Geschwindigkeit halten, wurden diesmal auch Autofahrer zu einem Gespräch gebeten, die nicht zu schnell unterwegs waren. Eine zweite Besonderheit war, dass das Gespräch nicht von einem Polizeibeamten, sondern von einem Kind geführt wurde.

So mancher Autofahrer, der in die Kontrollstelle gewunken wurde, staunte deshalb nicht schlecht, als plötzlich ein 10-jähriges Kind an die Seitenscheibe klopfte und mit dem Fahrer über die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit sprechen wollte.

Während die Kraftfahrer, die sich an die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gehalten hatten am Ende mit einer kleinen Tafel Schokolade belohnt wurden, wurden die „Schnellfahrer“ von den Kinder aufgefordert einen sogenannten Center Shock zu kauen – ein Kaubonbon mir sehr saurem Geschmack. Widerstandslos folgten aber alle Autofahrer der Anordnung der Kinder. Diese hatten selbst viel Spaß und zeigten großes Interesse. Bei einigen wurde wohl auch der Berufswunsch: Polizistin bzw. Polizist geweckt.

Von Arabella Quiram, der Schulleiterin der Justus-von-Liebig-Schule und vom Ersten Polizeihauptkommissar Bernd Heller von der Polizeiinspektion Bad Aibling wurde den Autofahrern ein großes Lob ausgesprochen. Erfreulicherweise konnten keine größeren Verkehrsverstöße festgestellt werden. Wurde einmal die Geschwindigkeit überschritten, so waren dies nur wenige km/h.

Alle kontrollierten Fahrzeugführer zeigten sich sehr verständnisvoll und einsichtig. Sie befürworteten alle die Aktion und versprachen immer ein Auge für unsere schwächsten Verkehrsteilnehmer zu haben.

Auch Leitender Polizeidirektor Richard Gröger, der als Vertreter des Polizeipräsidium Oberbayern Süd teilnahm und der Presse für Gespräche und Interviews zur Verfügung stand, sowie der Erste Bürgermeister der Marktgemeinde Bruckmühl, Herr Richard Richter waren begeistert von der Aktion und dem Engagement der Kinder.

Im Anschluss an die Aktion wurden den Kindern noch der sogenannte „Tote Winkel“ erläutert. Sie durften sich nicht nur in einen großen Lkw setzen, der auf dem Schulhof abgestellt war, sondern auch selber feststellen, wie schlecht oftmals der Blick des Lkw-Fahrers ist. Sehr beeindruckend wurde den Kindern von Polizeihauptkommissar Jochen Storch und Polizeihauptmeister Michael Leicher hierbei die Gefahren erläutert.

 

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