Bin dann mal weg: Dr. Nicole Cujai

Leiterin der Agentur für Arbeit Rosenheim wechselt in die Zentrale nach Nürnberg

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Rosenheim – Mindestens einmal im Monat kam sie bei uns zu Wort – dann nämlich, wenn wir den Arbeitsmarkt-Bericht des Monats veröffentlichen: Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Agentur für Arbeit Rosenheim, verlässt Rosenheim und geht nach Nürnberg zurück. „Ich möchte mich bei allen Arbeitsmarktakteuren, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Arbeitsagentur und der Jobcenter, den Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, den Bildungsträgern und Schulen und und und auf diesem Weg herzlichst bedanken. Es hat mir große Freude bereitet, den Agenturbezirk Rosenheim zu führen …

Gleichzeitig möchte ich mich von Ihnen allen verabschieden, da ich die Agentur für Arbeit Rosenheim zum 7. Oktober verlassen und nach Nürnberg zurückgehen werde, um dort ab 2020 in der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit die Leitung des Geschäftsbereichs Arbeitsmarkt zu übernehmen“, sagt Dr. Nicole Cujai.

Und: „Ich habe die Leitung der Agentur für Arbeit Rosenheim im Februar 2013 übernommen, und in den vergangenen knapp sieben Jahren hat sich viel bewegt. Erlauben Sie mir deshalb einen kleinen Rückblick: Als ich die Stelle antrat, lautete der Titel des monatlichen Arbeitsmarktreports „Winterwetter hält Arbeitsmarkt im Griff“, und es waren in unserem Agenturbezirk 10.260 Menschen arbeitslos gemeldet.

Seit einigen Jahren verzeichnen wir über den gesamten Jahresverlauf hinweg einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. So liegt die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Rosenheim seit März 2018 (2,8 Prozent) unter 3,0 Prozent, was statistisch der Definition von Vollbeschäftigung entspricht, und wir konnten seitdem Monat für Monat bis Juni 2019, als sie mit 6507 Betroffenen ihren absoluten Tiefststand erreichte, neue Negativrekorde bei der Arbeitslosenzahl vermelden.

Seit Juli spüren auch wir in unserem Agenturbezirk aufgrund der globalen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten kleine Eintrübungen auf dem Arbeitsmarkt, was sich in einer Stagnation der Arbeitslosenquote im August niederschlug.

Die Aufnahmefähigkeit und Dynamik des regionalen Arbeitsmarktes ist aber nach wie vor hoch und zeigt sich auch in der Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die vom 30. Juni 2013 bis zum 30. Juni 2018 von 169.883 auf 192.798 angestiegen ist. Die Anzahl der überwiegend kleinen, eigentümergeführten Betriebe ist in diesem Zeitraum von 17.504 auf 18.455 geklettert.

Im Bereich der Jugendlichen haben wir die Zusammenarbeit zwischen Agentur für Arbeit, Jobcentern und Jugendämtern vertieft, um keinen jungen Menschen verloren zu geben. Mit der ab Herbst neu akzentuierten „Lebensbegleitenden Berufsberatung“ (LBB) wollen wir Menschen verstärkt durch ihre gesamte Erwerbsbiographie hindurch beraterisch begleiten. Das Thema „Ältere am Arbeitsmarkt“ beschäftigt uns nach wie vor sehr, und auch hier wollen wir mit Allianzen bessere Beschäftigungsmöglichkeiten erschließen. Schließlich ist während meiner Amtszeit auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich gesunken, von fast 25 Prozent Anteil an unseren Arbeitslosen auf unter 20 Prozent. Das zeigt, dass die Zusammenarbeit aller Akteure am Markt einen guten Beitrag dazu leisten kann, auch den Menschen eine Perspektive zu geben, die schon länger fern vom Arbeitsmarkt sind.“

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