Bad Aibling: Auftakt ohne Fortune

Fireballs verlieren Eröffnungsspiel in Breitengüßbach und Big-Man

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Bad Aibling – Die Regionalliga-Basketballer des TuS Bad Aibling erleben einen gebrauchten ersten Spieltag zum Auftakt der Saison 2019/20 und verlieren in Breitengüßbach mit 78:59. Noch mehr als die Niederlage schmerzt allerdings die frühe Verletzung von Starting Center Jo Wießnet, der nun auf unbestimmte Zeit ausfallen wird.

Den ersten Auswärtstrip ins Bamberger Umland hatte ich sich Coach Tobi Guggenhuber am Sonntag sicherlich anders vorgestellt. Nach einer ordentlichen Vorbereitung und einem deutlichen Sieg am vergangenen Wochenende im letzten Testspiel waren auch in der vergangenen Woche im Training durchweg positive Ansätze zu erkennen. Da zudem keine Verletzungen zu beklagen waren, hatten sich Trainer und Team viel vorgenommen für die erste Partie. Doch bereits mit der Anreise nahm das Unglück seinen Lauf. Für „nur“ 250 km benötigte man aufgrund diverser Unfälle und Staus über 4 Stunden und somit war der eingerechnete Puffer vor Spielbeginn auch wieder dahin. Die Mannschaft konnte sich zwar noch ordentlich aufwärmen, aber die lange Fahrt steckte den Spielern doch zu Beginn sichtlich in den Knochen. Trotzdem hielt Bad Aibling in der Anfangsphase gut mit und erspielte sich durch gute Ballstafetten eine erste kleine Führung, ehe nach sechs gespielten Minuten Wießnet das Parkett humpelnd verlassen musste.

Ohne gegnerische Einwirkung verletzte sich der Big-Man der Fireballs an der Wade und musste den Rest der Partie von der Bank aus beobachten. Seine Mitspieler verloren in Folge dieses Zwischenfalls leider total den Spielfluss und selbst eine frühe Auszeit von Guggenhuber konnte die nun stark aufspielenden Gastgeber nicht daran hindern, sich bis zum Ende des ersten Viertels mit 25:13 abzusetzen. Die Offensive gestalte sich nach dem Ausscheiden von Wießnet viel zu eindimensional und in der Defensive ließ man sich vor allem in der Transition immer wieder überrumpeln. Sehr erfreulich war dagegen die Reaktion der Mannschaft im zweiten Spielabschnitt. Angeführt von Neuzugang Daniel Nimphius (5) und Michi Westphal (8), kämpften sich die Gäste über starke Defense zurück ins Spiel und waren zur Mitte des zweiten Viertels plötzlich wieder auf zwei Punkte herangekommen. Leider war es das bärenstarke Trio bestehend aus Engel, Land und Dippold auf Seiten des TSV, die den Lauf der Gäste im Keim erstickten und den Abstand zur Halbzeit wieder auf elf Punkte vergrößerten. Das dritte Viertel gestaltete sich dann wie in im vergangenen Jahr als Problemviertel der Fireballs. Obwohl man weiter ordentlich verteidigte, wollte in der Offensive einfach nichts gelingen. Viele gut herausgespielte, offene Würfe fanden nicht ihren Weg durch die Reuse (40,7 Prozent Feldwurfquote) und im Eins-Gegen-Eins hatte man gegen stark verteidigende Gastgeber zu häufig das Nachsehen. Größtes Problem war allerdings in dieser Phase die körperliche Unterlegenheit unter den Körben, die sich am Ende des Tages vor allem in der Reboundstatistik auswirken sollte (21:41). Im Schlussabschnitt waren dann wieder gute Ansätze auf beiden Seiten des Feldes zu erkennen. Der Ball lief nun wieder besser und man involvierte auch den Frontcourt wieder besser ins Spiel, vor allem Valentin Engel (8) zeigte in dieser Phase eine sehr ansprechende Leistung. Für eine wirkliche Aufholjagd sollte es aber nicht mehr reichen und so verloren die Fireballs Bad Aibling ihre Auftaktpartie, gegen zugegebenermaßen starke Breitengüßbacher, verdient mit 59:78.

Dazu Coach Guggenhuber: „In der Defense haben wir heute ordentlich gearbeitet, 78 zugelassene Punkte sind in Ordnung. Problematisch ist allerdings die Reboundarbeit, vor allem da Rebounds nicht nur mit Athletik, sondern auch viel mit Einsatzwillen zu tun haben. In der Offensive müssen wir einfach den Ball besser verteilen und unsere Scorer besser in Position bringen. Sowohl Mio (6) als auch Simon (7) hatten heute viel zu wenig Gefahr ausgestrahlt, das hat verschiedene Gründe, aber daran müssen wir nun dringend arbeiten. Der Ausfall von Jo schmerzt natürlich brutal, vor allem da wir noch nicht wissen, wie lange er ausfallen wird. Da spielen uns drei anstehende Spiele in den kommenden 14 Tagen natürlich nicht in die Karten.“

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