Bad Aibling: Ein Baum für jedes Neugeborene

Antrag der CSU vom Stadtrat einstimmig angenommen - pro Jahr etwa 200 Bäume mehr

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Bad Aibling – Gestern schon haben wir es auf der AIB-Stimme vermeldet, und auch Florian Weber, Stadtrat der Bayern Partei, brachte es auf der gestrigen Sitzung auf den Punkt: „Als ich diesen Antrag gelesen habe, war mir klar – jetzt hat der Kommunalwahlkampf wirklich angefangen”, sagte er mit einem Lächeln. Gemeint war der CSU-Antrag, die Stadt möge doch in Zukunft für jedes Aiblinger Neugeborene einen Baum pflanzen. Weber fügte dann hinzu: „Niemand hat ja ernsthaft etwas dagegen, Bäume zu pflanzen …”

Antragssteller Stephan Schlier begründete es so: „Einerseits steht dahinter der Gedanke der Aufforstung und eines natürlichen CO₂-Speichers. Mit möglichen Baumpatenschaften, die die Eltern übernehmen können, stehen die Bäume auch für die Verwurzelung mit Bad Aibling.”

Martina Thalmayr von den Grünen fand den Antrag naturgemäß ebenfalls lobenswert, wollte allerdings klar stellen, dass es hier um Netto-Bepflanzungen gehen muss, die zudem auch noch an klar erkennbaren Stellen stattfinden sollen. „Nur neue Bäume im Wald pflanzen” wollte sie so nicht akzeptieren.

Das soll auch nicht geschehen. Nach überwiegender Meinung im Stadtrat sollen die Bäume im Stadtgebiet angebracht werden, an Straßenrändern oder auf angrenzende Wiesenflächen. Thalmayr forderte zudem, dass noch mehr Möglichkeiten für Baum-Patenschaften geschaffen werden sollen, doch das ging letztendlich beim einstimmigen Beschluss etwas unter.

Positiv für die Stadt wird die Maßnahme – Wahlkampf hin oder her – dennoch. Denn pro Jahr werden auf dem Aiblinger Standesamt rund 200 Neugeborene gemeldet. Was in Zukunft auch 200 neue Bäume entstehen lässt. Tatsächlich wäre das eine ziemliche „Aufforstung”, schließlich wurden im vergangenen Jahr gerade mal 57 Bäume in Bad Aibling gepflanzt.

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