Bad Aibling: Sandstrahl trifft Kunst

Gestaltung des Brunnens am Ludwigsplatz zurückgestellt - soll einfach nur sandgestrahlt werden?

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Bad Aibling – Wir haben zu Beginn des Monats unsere Leser befragt: Wie soll der Brunnen am Ludwigsplatz aussehen – eher bunt oder eher metallisch? Zwei Varianten standen zur Auswahl. Und Sie, liebe Leser, haben zahlreich mitgemacht und ein klares Voting abgegeben: Rund 62 Prozent wollten den Ludwigsplatz bunt (siehe Modellfoto) haben. Auf Grundlage dieser Abstimmung sollte der Stadtrat gestern, am Donnerstagabend, nun seinen Beschluss fassen. Und dann kam alles ganz anders …

Denn Markus Stigloher hatte, nachdem eigentlich der Stadtrat dem Leserwunsch folgen wollte, nun die handwerklich einwandfreie Idee, wie es denn wäre, wenn man den Beton am Brunnen mal einfach sandstrahlen würde. Das käme wohl um einiges billiger.

Da half dann auch jeglicher Einwand seitens der Grünen nichts. Heidi Benda meinte: „Es ist nicht vermittelbar, wenn man zuerst im Kunstverein einen Wettbewerb zur Brunnengestaltung ausschreibt, dann auch noch Leser abstimmen lässt und schließlich sagt: ,nein, jetzt behandeln wir nur mit Sandstrahl’.” Der Mehrheit im Stadtrat war dies herzlich egal. Sie folgten mit 13 zu 7 Stimmen dem Antrag, zuerst einmal zu prüfen, wieviel die Sandstrahl-Methode kosten würde und ob man dann nicht doch die günstige Variante nehmen sollte. Schließlich könnten ja Folgekosten am Kunstwerk entstehen, wenn beispielsweise ein Auto dagegen fahren würde oder die Natur durch Witterungseinflüsse ihr unheilvolles Werk am Brunnen verrichten würde.

Kleine Info zu den Finanzen: Die künstlerische Gestaltung der bunten Variante mit Fliesen-Mosaik würde rund 15.000 Euro kosten.

An dieser Stelle ein Sparvorschlag seitens unserer Redaktion: Wahrscheinlich wäre der Abriss des Brunnens noch günstiger. Dann wäre die Unfallgefahr Blech gegen Beton auf Null reduziert, die Witterung wäre ausgetrickst und in den kommenden Jahrzehnten könnten dazu noch Unmengen von Wasser gespart werden.

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3 Kommentare zu “Bad Aibling: Sandstrahl trifft Kunst

  1. Schleibinger Herbert

    Also, mir hatten beide Vorschläge des Kunstvereins überhaupt nicht gefallen. Dies habe ich auch entsprechend kundgetan. Die “bunte” Variante kam mir wie eine Kindergarten-“Kunst” vor und denke, da wird man sich recht bald davon “absehen”! Die andere Variante war mir – man verzeihe mir – viel zu langweilig.

    Die Ablehnung des Stadtrates kann ich sehr gut nachvollziehen!

    Ich meine, unsere Stadtgärtner in Bad Aibling sind hervorragende “Künstler”, die beste Arbeit leisten. Man beobachte nur mal die periodisch wechselnden Kreationen im Fahrbahnteiler am Übergang der Linden- zur Ganghoferstraße. Eine Augenweide! Da sind die Vorschläge des Kunstvereins – man verzeihe mir nochmals – wirklich viel zu langweilig und … weil außerdem zu dauerhaft!. Sorry, lieber Kunstverein – aber unsere Stadtgärtner sind schon die besseren Künstler!

    Zum besseren Verständnis: Ich bin weder verwandt, noch verschwägert mit einem der künstlerischen Stadtgärtner!

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  2. Herr Schleibinger, dann fragen Sie doch bitte unseren Stadtgärtner, dann bekommen Sie die Antwort, die die Stadträte seit Jahren hören: In dieser Rinne wächst nichts, darunter sind Kabel verlegt. Und nun? Man kann gegen beide Vorschläge des Kunstvereins sein, doch erst die Bürgerinnen und Bürger zu befragen und nach eindeutiger Abstimmung zu sagen, jetzt machen wir etwas ganz anderes – das geht gar nicht!

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  3. Erst das “gemeine Volk” befragen und wenn das “gemeine Volk” sich für
    eine Variante entschieden hat?
    Ab in die Tonne und eine Entscheidung nach “Gutsherrenart” gefällt.
    Typisch Politik in Bad Aibling!

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