„Schleicht’s Eich, i hob koa Zeit“

Stephanskirchen – Ein 34-jähriger Mann aus Riedering befuhr gestern um 11.45 Uhr mit seinem Fahrzeuggespann, bestehend aus einem VW Transporter mit Anhänger, die Staatsstraße zwischen Stephanskirchen und Riedering. Er wurde dabei begleitet von seinem 31-jährigen Beifahrer. Plötzlich platze die Hydraulikleitung und das Öl verteilte sich auf einer Länge von mehreren hundert Meter auf der Staatsstraße.

Durch das auslaufende Öl wurde die Staatsstraße stark verschmutzt und es bestand eine hohe Rutsch-/Unfallgefahr für Autofahrer, vor allem aber für Motorrad-/Zweiradfahrer.

Als die Beamten vor Ort eintrafen, konnten sie feststellen, dass der 34-Jährige das Fahrzeuggespann im Schritttempo der Ölspur entlang lenkte. Der 31-Jährige saß derweilen auf dem Anhänger, schüttete nach und nach Sand vom Anhänger auf die Fahrbahn, um so vermutlich das Öl binden zu wollen.

Trotz mehrfacher Aufforderung der Beamten hielt der Fahrer nicht an und fuhr im Schritttempo weiter. Er schrie die Beamten an, dass sie sich „Schleich`n sollen, i hob jetzt koa Zeit!“

Der Fahrer weigerte sich weiter, anzuhalten und letztlich blieb den Beamten nur die Möglichkeit, am Zugfahrzeug selbst die Handbremse zu ziehen, um die Fahrt endgültig zu stoppen. Nun schrie er die Polizeibeamten an, sie hätten ihm gar nichts zu sagen und seine Personalien gibt er schon gleich gar nicht her.

Nachdem auf den Fahrer beruhigend eingeredet wurde, konnten seine Personalien festgestellt werden.

Durch das Aufschütten mit Sand verteilte sich das Öl noch mehr auf der Staatsstraße und machte die Sache noch wesentlich schlimmer als zuvor. Zur Reinigung musste eine Fachfirma vor Ort gerufen werden, die die Fahrbahn reinigte.

Auf den Fahrer kommen die Reinigungskosten zu. Auch ein Bußgeldverfahren mit Punkten in Flensburg wurde eingeleitet.

 

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