Bad Aibling: „Bayer durch und durch”

Christian Hilz tritt als Bürgermeisterkandidat der Bayernpartei an - ein Portrait

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Bad Aibling – Die Liste der Kandidaten auf den Chefsessel im Aiblinger Rathaus wird länger und länger. Auch die Bayernpartei schickt einen Bewerber für das höchste Amt der Stadt ins Rennen. Christian Hilz soll ab dem kommenden März die Geschicke Bad Aiblings lenken. Wir stellen ihn vor.

Es ist die Liebe zur Heimat, die Liebe zu Bad Aibling, die den 48-jährigen Forstwirt antreibt, sich der Herausforderung zu stellen. Christian Hilz will als Bürgermeister daran arbeiten, die Stadt vorwärts zu bringen und dabei gleichzeitig ihren Charakter erhalten. Er denkt da an eine behutsame und homogene Weiterentwicklung. „Es soll auf keinen Fall Stillstand geben, doch es darf nicht explodieren”, sagt er. Kein Wachstum um jeden Preis, das ist sein Plan. „Man sieht es ja an Großstädten wie München, in denen die einzelnen Stadtteile fließend ineinander übergehen.” So soll Bad Aibling nicht werden.

Vielmehr wünscht er sich eine Stadt, die zusammenhält, und in der sich die einzelnen Ortsteile und Dorfgemeinschaften noch alle ihre Eigenständigkeit und Identität bewahren können. Für Christian Hilz, der in Rosenheim geboren ist und schon als Dreijähriger nach Bad Aibling kam, war es vor sieben Jahren der logische Schritt in die Bayernpartei einzutreten. Getreu seinem Motto „Man kann nur schimpfen, wenn man auch was probiert” hat er sich dazu entschieden, in die Kommunalpolitik einzusteigen. Zwar damals noch nicht als Stadtrat oder gar Bürgermeisterkandidat, doch schon nach der letzten Wahl in Bad Aibling sagte er zu seinen Parteifreunden: „Das nächste Mal mach ich den Bürgermeister.” Gesagt, getan. Denn: „Ich mache so gut wie immer, was ich sage.”

Dass es gerade die Bayernpartei ist, in der er seine politische Heimat fand, ist für Christian Hilz die logische Konsequenz seines Denkens und Selbstverständnisses. „Ich bin Bayer durch und durch”, sagt er. „Und in der Bayernpartei wird nicht nur die Liebe zur Heimat großgeschrieben. Sie ist für mein Empfinden auch sozialer als die CSU und konservativer als die SPD – also die richtige Mischung.”

Die zwei wichtigsten Themen im Wahlkampf werden für ihn die Finanzen und der Verkehr sein. Sein großer Wunsch: „Die Rosenheimer Straße soll endlich wieder in beide Richtungen befahrbar sein. Das entlastet den Kindergarten, das Krankenhaus und die Luitpold-Schule enorm.” Auch die Gemeindekasse will er in Zukunft nicht mehr so sehr belasten, wie das in der Vergangenheit geschehen ist. Hilz: „Die Schulden Bad Aiblings sind gravierend. Das muss einem trotz aller nötiger Investitionen immer bewusst sein.” Sein politischer Kurs ist hier ein Sparkurs, dem immer wieder diskutierten Sportbad würde er beispielsweise nur zustimmen, wenn sich die anderen Mangfallgemeinden auch beteiligen würden, oder wenn das Landratsamt den Geldbeutel aufmachen würde. „Ein klares Ja zu einem Sportbad, doch dieses Bad kann nicht durch einen finanziellen Alleingang Bad Aiblings entstehen.”

All diese Punkte werden nicht immer einfach zu moderieren sein, dennoch setzt der Kandidat der Bayernpartei auf ein friedliches Miteinander. „Ich denke, ein Bürgermeister muss in erster Linie ein Vermittler zwischen den Bürgern, der Verwaltung und des Stadtrats sein”, merkt er an. Bei all den Diskussionen, die dann im Falle seiner Wahl zwangsläufig auf ihn zukommen würden, will er vor allem die Fairness im Umgang miteinander bewahren. „Man muss sich hinterher immer noch die Hand geben und sich in die Augen schauen können.” Er wünscht sich auch, dass bei Entscheidungen im Stadtrat parteipolitische Vorgaben hinter die persönliche Meinung rücken.

Christian Hilz, der Vorstandsmitglied und Fähnrich des Trachtenvereins „d`Oberlandler” und Mitglied bei den Veteranenvereinen Bad Aibling und Harthausen-Ellmosen ist, liebt nicht nur die Stadt Bad Aibling, er hat als Forstwirt der Gemeinde auch zur Natur rund herum einen ganz besonderen Bezug. Da liegt es auf der Hand, dass er schon seit 25 Jahren Jäger ist und sich auch als Vorsitzender der Jagdgruppe Bad Aibling für diese Passion engagiert. Für ihn ist klar: „Jäger kann man nicht machen – Jäger ist man einfach.” Er sagt dazu auch: „Man sieht die Natur dann mit anderen Augen, entdeckt immer wieder Neues und Schönes.” Besonders reizvoll ist für ihn die Willinger Fuizn. „Das ist einer der schönsten Flecken der Stadt. Und die gibt es noch. Man muss nur finden.” Christian Hilz will noch mehr, sollte er Bürgermeister werden – er will diese schönen Flecken auch erhalten.

 

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