Rosenheim: Austausch über die Grenzen hinweg

Junge Union empfängt Delegation aus der Autonomen Region Kurdistan

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Rosenheim – Eindrücklich waren die Schilderungen, die Falah Hasan, Vorsitzender der Jugendorganisation der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP), beim Treffen mit Vertretern der Jungen Union in Rosenheim machte. Das jahrzehntelange Ringen um staatliche Selbstbestimmung, die Unterdrückung und Ermordungen unter dem Regime Saddam Husseins und nicht zuletzt der Kampf der irakischen Kurden gegen den sogenannten Islamischen Staat waren Teil seiner Ausführungen.

Neben ihm waren Karker Tovi, der aus der Autonomen Region Kurdistan im Irak stammt und aktuell in Berlin lebt und arbeitet, sowie Nali Abdul, der in Nürnberg geboren wurde und sechs Jahre lang in Kurdistan lebte, nach Rosenheim gekommen. Auch über die politischen Systeme in Deutschland und Kurdistan, die anstehenden Wahlen und die Arbeit in den politischen Jugendorganisationen wurde lebhaft diskutiert.

Einig waren sich die Teilnehmer der Runde, dass ein solcher Austausch über die Grenzen hinweg für alle Beteiligten hochinteressant und gewinnbringend sei. Matthias Eggerl, Kreisvorsitzender der Jungen Union im Landkreis Rosenheim, stellte fest: „Das Treffen heute hat klar gemacht, wie wichtig es ist, immer wieder über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Beide Seiten können im gemeinsamen Gespräch ungeheuer viel für ihre politische Arbeit lernen. Wir sollten uns über eine weitere Zusammenarbeit, gerade auch auf kommunaler Ebene in beiden Ländern, intensiv Gedanken machen.“

Einen ersten Schritt in diese Richtung konnten der Rosenheimer Kreisrat Florian Gerthner und Anton Weiß, beide in der Organisation „Junge Alpenregion“ engagiert, sogleich verkünden. Voraussichtlich im kommenden Juni wolle man auf Einladung der anwesenden Delegation nach Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan, reisen und sich vor Ort aus erster Hand informieren.

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