Bad Aibling: Rückschlag in München

Fireballs unterliegen Hellenen nach sehr mäßiger Leistung - Trainer Guggenhuber verärgert

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Bad Aibling – Auf Euphorie folgt Ernüchterung bei den Basketballern des TuS Bad Aibling. Nach zwei hervorragenden Leistungen, lassen die Fireballs in München alles vermissen was einen Sieg im Abstiegskampf möglich machen würde.

„Mit dieser Leistung haben beide Mannschaften in dieser Liga nichts verloren. Das war mit Abstand das schlechteste Spiel das ich je in der Regionalliga 1 verfolgt habe, egal ob als Spieler, Trainer oder Zuschauer. Eigentlich hat diese Begegnung keinen Sieger verdient. Sie haben uns das Spiel auf dem Silbertablett serviert und wir haben nicht zugegriffen. Ich bin immer noch konsterniert über diese unfassbar schwache Vorstellung meiner Mannschaft. Selbst die vielen Verletzten und die dadurch entstehende kurze Rotation von nur sechs Spielern ist da keine Ausrede. Alleine mit Kampfgeist und Siegeswillen hätten wir dieses Spiel gewinnen müssen,“ resümierte Coach Tobi Guggenhuber die Partie am vergangenen Samstagabend.

Dieses Statement bezeichnet das Spielgeschehen des Abstiegsduells zwischen Bad Aibling und München ziemlich gut. Nach zwei hervorragenden Leistungen und Siegen gegen Regnitztal und Breitengüßbach, wollte der TBA in München den dritten Erfolg in Folge eintüten und somit endgültig Anschluss ans Tabellenmittelfeld herstellen. Gegen den Tabellenletzten lag zudem Fokus auf dem direkten Vergleich. Wie angemerkt hatte Guggenhuber dazu leider nur sechs Spieler aus der Standardrotation zur Verfügung. „Eine denkbar schlechte Voraussetzung für solch ein wichtiges Spiel,“ prognostizierte Simon Bradaric bereits im Vorfeld der Partie, „vor allem weil auch die Trainingswoche eine Katastrophe war. Wir konnten einfach nicht 5:5 trainieren.“

Die Hellenen konnten bis auf Jarmaine Lippert aus dem Vollen Schöpfen und traten mit 12 Mann an, ein Vorteil der sich am Ende als spielentscheidend herauskristallisieren sollte. Die Geschichte des Spiels bedarf aufgrund der Qualität dann auch keiner großen Berichterstattung. Beide Mannschaften spielten nervös und fehleranfällig. Auch die Wurfquoten beider Teams waren über die gesamte Spielzeit überschaubar, wobei die Gastgeber mit 46 Prozent noch besser agierten als die Kurstädter mit 33 Prozent. Dadurch genierten beide Mannschaften auch wenig Zählbares, zur Halbzeit führten die Fireballs 32:29. Im dritten Viertel zog Bad Aibling dann über fünf Minuten das Tempo an und war plötzlich mit 10 Punkten in Front. Das Spiel schien in Richtung TBA zu kippen, doch dann reihten sich auch die Schiedsrichter mit ihrer Leistung in das Gesamtbild des Abends ein und stoppten den Lauf abrupt. München kam wieder heran und startete zum Beginn des Schlussviertels selbst den entscheidenden Run. Vor allem in dieser Phase ließen die Fireballs den nötigen Kampfgeist vermissen. Die beiden einzigen Spieler in Normalform waren an diesem Abend Mario Hack-Vazquez und Michi Westphal. Trotz kleinem Aufbäumen am Ende gewinnen die Hellenen 66:62 in einer der höchsten deutschen Amateurliga unwürdigen Partie.

Die Fireballs hoffen nun auf schnelle Genesung einiget wichtiger Spieler. Nächste Woche wartet mit Vilsbiburg ein deutlich stärker Gegner in eigener Halle.

 

 

 

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