Hilfe für soziale Einrichtungen

Landkreis vergibt Zuschüsse für Beratung, Betreuung, Bildungsarbeit und Prävention

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Landkreis – Mit fast 87.000 Euro wird der Landkreis Rosenheim die Arbeit von sechs verschiedenen sozialen Einrichtungen unterstützen. Die finanziellen Hilfen wurden vom Jugendhilfeausschuss in seiner heutigen Sitzung gebilligt. 

Das Bildungswerk Rosenheim erhält für die Familienbildungsarbeit einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro. Mit 3.700 Euro für den Kreisverband Rosenheim des Deutschen Kinderschutzbundes werden der Besuchsdienst Kind im Krankenhaus, das Kinder- und Jugendtelefon, das Elterntelefon, Internetberatung, die Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder“ und das Mütter-Väter-Zentrum in Rosenheim gefördert. Zudem erhält der Kinderschutzbund 1.200 Euro für die therapeutische Gruppenarbeit mit Kindern aus Trennungs- und Scheidungsfamilien. 10.000 Euro gibt es für den Frauen- und Mädchennotruf Rosenheim für die geleistete Informations- und Präventionsarbeit zum Thema „sexueller Missbrauch an Mädchen und Jungen“.

Mehr als 660 Frauen und Männer aus dem Landkreis Rosenheim nahmen im vergangenen Jahr das Beratungsangebot der Ehe, Familien- und Lebensberatungsstelle München in Anspruch. In der Beratungsstelle in Rosenheim wurden mehr als 3.400 Beratungsstunden geleistet. Die Zahlen belegen die hohe Akzeptanz der Eheberatung im Landkreis. Der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle wurde ein Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro gewährt.

30.000 Euro gehen an die Diakonie – Jugendhilfe Oberbayern. Damit soll ein Defizit ausgeglichen werden, das beim Um- und Abbau der Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Ausländer in Pullach entstanden war. Der Umbau war nötig, da die Zahl der Aufgriffe stark zurückgegangen war. Insgesamt 100 Betreuungsplätze wurden abgebaut oder umstrukturiert. Die Diakonie – Jugendhilfe hat im Zuge der Umstrukturierung die Einrichtung in Pullach zum Juli 20118 geschlossen. Die verbliebenen Jugendlichen wurden in das Sozialpädagogische Jugendhaus Hinrichssegen/Bruckmühl verlegt. Da der Mietvertrag nicht vorzeitig gekündigt werden konnte, stand das Gebäude acht Monate leer. Die aufgelaufenen Kosten für Miete und Gebäudeerhalt summierten sich auf rund 58.000 Euro. Einen Teil des Defizites übernimmt nun der Landkreis. Seit April dieses Jahres wird das Gebäude als Einrichtung der Wohnungslosenhilfe genutzt.

Auch die Stiftung Attl musste aufgrund der Umstrukturierung ihre Jugendwohngruppe für unbegleitete minderjährige Ausländer schließen. Der letzte Bewohner zog Mitte April dieses Jahres aus. Die Kosten für das Betreuungspersonal mussten noch bis Ende April weitergezahlt werden. Die Kosten beliefen sich auf rund 11.800 Euro und werden nun vom Landkreis übernommen.

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