Bad Aibling: Tief durchatmen

Neues Beatmungsgerät für HNO-Operationen an der RoMed Klinik

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Bad Aibling – In der RoMed Klinik wurde nun mit dem Jet-Ventilator TwinStream ein neues Beatmungsgerät, speziell für die HNO-Patienten, eingeführt. Der große Vorteil daran: Eine Operation wird ohne den sonst für die Vollnarkose üblichen Beatmungsschlauch durchgeführt. „Die gepulste Hochdruck-Abgabe von Gasportionen in die offenen Atemwege sichert den Gasaustausch, ohne dass eine Beatmung im herkömmlichen Sinn nötig ist“, beschreibt Chefarzt Dr. Markus Konert die Funktionsweise.

Foto (v.l.): Dr. med. Masen Dirk Jumah, Prof. Dr. med. Benno P. Weber und Dr. Markus Konert, Chefarzt der Anästhesie, sind von den Vorteilen des neuen Verfahrens überzeugt

Die Jet-Ventilation bietet dem Patienten eine hohe Sicherheit während der Operation und ermöglicht Eingriffe mittels Laser, Radiofrequenz oder Skalpell. Besonders geeignet ist das Verfahren bei Eingriffen im Bereich des Kehlkopfes und der Stimmbänder, wie beispielsweise die Entfernung von Polypen oder bei stimmverändernden Operationen, sowie bei Tumorentfernungen.

Bei manchen Patienten sind durch Erkrankungen in diesen Bereichen die anatomischen Verhältnisse derart verändert, dass die klassische Intubationsnarkose mit Beatmungsschlauch riskant ist. „Hier gewinnen wir mit dem Jet-Ventilator deutlich an Übersicht dazu“ betont Prof. Dr. Benno P. Weber, HNO-Chefarzt an der RoMed Klinik Bad Aibling. Auch Dr. Masen Dirk Jumah und Prof. Dr. Klaus Stelter, HNO-Spezialisten vom HNO Zentrum Mangfall – Inn, sind überzeugt: „Diese Methode ermöglicht uns sowohl einen freien Blick als auch ein ungehindertes Operieren“. Unter Verwendung der schonenden Beatmung wurde im Oktober bereits erfolgreich eine Operation am Kehlkopf durchgeführt.

 

 

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