Rosenheim: Nein zur neuen Trasse

Grüne unterstützen Bundestagspetition von Bürgerinitiative Brennerdialog und Bund Naturschutz

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Rosenheim – Der Grüne Kreisverband Stadt und Landkreis Rosenheim unterstützt die Bundestagspetition der Bürgerinitiative Brennerdialog Rosenheimer Land und des Bund Naturschutzes. Auf den vergangenen Bezirks- und Landesparteitagen der Grünen wurden Anträge zur Unterstützung der Petition eingebracht und fanden dort volle Unterstützung.

Seit dem 19. November 2019 ist die Petition nun online und kann bis zum 18. Dezember 2019 unter https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2019/_06/_20/Petition_96263.html unterzeichnet werden. An vielen Orten werden außerdem in Kürze spezielle Unterschriftslisten aufliegen. Ein Download der Unterschriftenlisten steht auch unter www.brennerdialog.de bereit.

Die Petition ID 96263 besagt, dass für den Brenner-Nordzulauf nicht ausschließlich eine Neubaustrecke mit einem dritten und vierten Gleis als Hochleistungsstrecke für 230 Stundenkilometer geplant werden darf. Vielmehr sind Ausbau und Modernisierung der Bestandsstrecke in die Planung mit einzubeziehen. Darüber hinaus ist die bestehende Strecke durchgängig mit einem Lärmschutz auf Neubaustandard von Kiefersfelden bis München auszustatten.

„Wenn man die Einleitung des Bundesverkehrswegeplanes liest, sollte dies eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber nicht – es wurde ein anderer Planungsauftrag erteilt“, sagt Brunhilde Rothdauscher, seit Jahren Brennernordzulauf-Expertin für den Grünen-Kreisverband. „Wir Grüne wollen eine nachhaltige Verkehrspolitik. Das bedeutet für uns Verkehr vermeiden und einen erheblichen Teil des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene verlagern, wie es grüne Beschlüsse fordern.“ Um den alpenquerenden Verkehr gemeinsam mit den Nachbarländern regulierend bepreisen und vorhandene Gütertransportkapazitäten optimal auslasten zu können, wollen die Grünen zum Beispiel eine Alpentransitbörse einführen. „Die Verlagerungspolitik muss außerdem durch flankierende Maßnahmen unterstützt werden. Dazu gehören neben Korridormaut, Nachtfahrverbot und sektoralen Fahrverboten auch Maßnahmen zur Vermeidung von unnötigen Verkehren“, ergänzt der Kreisvorsitzende Hubert Lingweiler.

 

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