Rosenheim: „good night – white pride“

„Musikalisch gegen Nazis“ Konzert am 7. Dezember in der Vetternwirtschaft

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Rosenheim – Am kommenden Samstag, den 7. Dezember, findet in der Rosenheimer Vetternwirtschaft das diesjährige „good night – white pride“ Konzert statt. Mit Amen 81 (Nürnberg), Gisela (Innsbruck), Mahoney (Innsbruck) und Erbsünde (Rosenheim) treten vier Bands aus der Punk/Hardcorszene auf, um musikalisch ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen.

Mit „Amen 81“ kommt eine der ältesten und bedeutendsten deutschsprachigen Hardcore/ Crustcore Bands nach Rosenheim. Seit den 1990er Jahren hat das Nürnberger Trio, welches live nur wenige Konzerte spielt, zahlreiche Alben mit wütenden Songs veröffentlicht, die immer wieder klar Position gegen rechtes Gedankengut vertreten. Über das aktuelle Album „Attack Of The Chemtrails“ (LP, Twisted Chords, 2018) schreibt das Musikfachmagazin ox: „Jeder Track ein Treffer … Attack Of The Chemtrails kommentiert aktuelle Themen gruppenbezogener  Menschenfeindlichkeit. Fast möchte man von einem Konzeptalbum sprechen. Die Kritik an Verschwörungstheorien zieht sich wie ein roter Faden durch die LP. … Polit-Punk kann so großartig sein“

Und für die Nordbayerische Lokalpresse haben Amen 81 mal eben „das beste
Album seit ihrem Debüt“ rausgehauen und „auch im 25. Bandjahr (ist) keine Spur von
Altersmilde“ zu spüren, denn „harte Zeiten verlangen nach harten Liedern“.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends wird der Auftritt der beiden österreichischen Bands „Gisela“ (Hardcore/Punk) und „Mahoney“ (Punkrock), welche in den letzten Monaten gemeinsam tourten. Beide Bands beziehen sowohl in ihrer Selbstbeschreibung (Mahoney: Antifascist Punkrock from Innsbruck) sowie in Texten und öffentlichen Äußerungen immer wieder Position gegen Rassismus und Nationalismus.

Mit „Erbsünde“ (Foto) ist auch die lokale Szene auf der Vetternbühne vertreten. Die Rosenheimer Frauenband, welche erst seit kurzem öffentlich auftritt, hat sich mit ihrem „Experimental Folk-Punk“ innerhalb weniger Monate eine feste Fangemeinde erarbeitet.
Mit dem Konzertmotto „good night – white pride“ beziehen Veranstalter und Bands klar
Position gegen jede Form menschenverachtender Ideologie. Konzerte gegen rechts haben in Deutschland eine bis in die 1970er Jahre reichende Tradition und eine bis heute andauernde Aktualität wie das „Wir sind mehr“-Konzert im vergangenen Jahr in Chemnitz aufzeigt. In Rosenheim sind Konzerte gegen rechts zwar einige Nummern kleiner, aber ebenfalls traditionsreich. Seit 2003 organisieren lokale Antifaschisten unter dem Motto „good night – white pride“ jährlich ein Konzert in der Vetternwirtschaft.

Die Good-Night-White-Pride-Bewegung entstand Ende der 1990er Jahre als Antwort der deutschen Hardcore-Szene auf Neonazis, die versuchten, in der Musikrichtung des Hardcore Fuß zu fassen und sie zu unterwandern. Ziel ist es, Faschismus und Rassismus „keinen Millimeter Platz einzuräumen“ und das soll auch auf dem
Konzert in der Rosenheimer Vetternwirtschaft verdeutlicht werden.

Die Veranstaltung am Samstag, den 07. Dezember wird von der Gruppe „contre la tristesse“ in Kooperation mit der infogruppe und der Petra Kelly Stiftung organisiert. Im Rahmenprogramm des Konzertes gibt es sowohl antifaschistische Infostände als auch eine Tombola zugunsten der Seenotrettungsorganisation „Mission Lifeline“. Der Konzertabend beginnt pünktlich um 20:00 Uhr, da die Musikveranstaltungen in der Vetternwirtschaft bereits um Mitternacht beendet sein müssen. Einlass zum Konzertraum ist ab 19:45, die Gaststätte, Infostände und Tombola haben aber
bereits ab 19:00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter:
https://goodnight-whitepride.beepworld.de

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Ein Kommentar zu “Rosenheim: „good night – white pride“

  1. Was haben denn die autoritären Queerfeministen von der “Band” Erbsünde mit Punk oder Hardcore zu tun?
    In Rosenheim sind Punk und Antifa zwei paar Schuhe.
    Absurdes Konzert.

    Antworten