Bad Aibling: Einbruch im Schlussabschnitt

Fireballs verlieren Rückrundenauftakt gegen die BG Leitershofen mit 72:88

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Bad Aibling – In der Heimpremiere des neuen Jahrzehnts unterliegen die Fireballs Bad Aibling deutlich gegen die BG Leitershofen (72:88). Zwei gute Spielabschnitte reichen am Ende nicht um den Tabellensechsten der Regionalliga Süd Ost Paroli zu bieten.

Neues Jahr, altes Leid. Trotz der langen Pause über die Weihnachtsfeiertage und der damit verbundenen Regenerationszeit für die Spieler des TBA musste Coach Tobi Guggenhuber zum Rückrundenauftakt wieder mit nur acht einsatzfähigen Spielern auskommen. Bereits die Trainingswoche verlief aufgrund der zunehmend urlaubsbedingten Abwesenheit recht unerfreulich. „Es ist einfach unbefriedigend, dass auch in 2020 wieder kaum geregelter Trainingsbetrieb stattfinden kann. Zwei Spieler fallen krankheitsbedingt aus und zwei weilen noch in einem verlängerten Weihnachtsurlaub. Zu allem Überfluss sind all diese Spieler Flügelspieler. Wenn wir immer wieder improvisieren müssen, kann dabei am Ende kein dauerhafter Erfolg stehen.“

Wie vom Trainer prognostiziert, gestaltete sich dann auch das Spiel gegen die Gäste aus Augsburg. Ohne Spieler der Position drei und vier, es fehlten Marco Hack-Vazquez, Mio Mirceta, Michi Westphal und Korbi Weiß, hatten die Fireballs den körperlich überlegenen Gästen in den ersten zehn Minuten nichts entgegenzusetzen. Die Hausherren produzierten einfache Fehler am laufenden Ball und generierten so viele Turnover. Auch in der Defensive war der TBA gedanklich noch im Winterschlaf und machte der BGL das Punkten einfach. 24:37 stand zum Ende des ersten Viertels auf der Anzeigetafel. Den rund 300 Zuschauern in der Halle schwante bereits Böses, doch die Fireballs wirkten im zweiten Spielabschnitt wie ausgewechselt.

Nun war vor allem die Verteidigung auf der Höhe und in der Offensive nahm Topscorer Simon Bradaric (26/7/5) das Heft in die Hand. Die Hausherren kämpften sich nun Punkt für Punkt heran und verkürzten den Rückstand zur Halbzeitpause auf 39:48. Dazu Jakob Günther: „Im zweiten Viertel waren wir endlich wach. Die Verteidigung war nun wieder aggressiv, vor allem Jo hat unter dem Korb da einen bomben Job gemacht. Leider haben uns unsere Freiwurfschwäche und einige Turnover die Aufholjagd etwas vermiest, da wäre bereits mehr drin gewesen.“ Angefeuert vom Publikum war der TBA nach der Pause auf bestem Weg das Spiel zu drehen. Justin Kaifosch (13) und Mario Hack-Vazquez (7/8/4 – Foto) zeigten nun der Offensive den notwendigen, aggressiven Zug zum Korb. Auch in der Transition waren die Fireballs nun endlich im Jahr 2020 angekommen und betrug der Rückstand zum Ende des dritten Viertels nur noch vier Punkte. Das Momentum schien nun auf Aiblinger Seite zu sein und alle in der Halle stellten sich auf einen spannenden Schlussabschnitt ein, doch weit gefehlt. Mit einem schnell 12-0 Lauf entschieden die Gäste das Spiel quasi binnen weniger Minuten für sich. Die Fireballs verfielen wieder in die Lethargie der Anfangsminuten und generierten Fehler um Fehler. Die Luft war nun raus bei den Gastgebern und so endete die Partie vielleicht etwas zu deutlich aber auf keinen Fall unverdient mit 72:88 für Leitershofen.

„Die Jungs haben heute viel Kämpferherz gezeigt. Trotz dieses katastrophalen Starts sind wir eindrucksvoll zurückgekommen. Am Ende fehlte dann leider die Kraft, das verwundert aber nicht bei nur acht Spielern in der Rotation. Obwohl wir nur mit Guards und Centern gespielt haben, konnte Leitershofen seine körperliche Überlegenheit nur bedingt ausspielen, trotzdem fehlte uns am Ende einfach die Tiefe im Kader und auch die Länge auf dem Feld. Unter diesen Umständen war wohl heute nicht mehr drin. Die künftigen Aufgaben werden aber wohl nicht einfacher, immerhin warten zwei schwere Auswärtsspiele in Ansbach und in Jena auf uns. Hoffentlich sind ab kommender Woche wieder alle an Bord,“ sagte Guggenhuber nach der Partie.

Fotos: © Ramona von Malm

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