Nicht deutscher, aber bayerischer Meister

Aiblinger Ice-Starlets hinterlassen bei den deutschen Meisterschaften in Berlin einen starken Eindruck

Bad Aibling – Berlin, Berlin, sie waren in Berlin: Ein langgehegter Traum der Synchroneiskunstlaufgruppe Ice-Starlets des TuS Bad Aibling war die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft in Berlin. Und so wagten die 18 neun- bis vierzehnjährigen Mädchen, begleitet von ihren Trainerinnen Lena Angler und Antonia Scholze, am 11. Januar in der Hauptstadt den Griff zur Schale.

Doch zunächst gab es Tränen bei den erfolgsverwöhnten Eissternchen. Nach zwei Weltcup-Siegen und als Gewinner des Swiss-Cup (in der letzten Saison noch als Mini-Starlets) mussten sich die Mädchen nach den Teams aus Berlin und Dresden mit einem Abstand von 15 Punkten zum Zweitplazierten mit dem 3. Platz zufrieden geben.

Letztlich stellt dies aber eine herausragende sportliche Leistung dar. War die Gruppe doch als Basic-Novice-Team in die Saison gestartet. Ein Wechsel in der Zusammensetzung – vier neue Läuferinnen mussten integriert werden, erfahrene Mädchen hatten das Team verlassen – und verletzungsbedingte Unsicherheiten führten zu dieser Entscheidung. Mit „Basic-Novice“ wäre in Berlin aber lediglich der Kampf um einen Pokal möglich gewesen. Es war jedoch Ziel, in der nächsten Saison dann in der nächsthöheren Kategorie „Advanced Novice“ anzutreten.

Mitte Dezember kamen dann gleich zwei Hiobsbotschaften an: Zum einen wurde der Weltcup in Budapest abgesagt, zum anderen änderte der deutsche Eissportverband das Reglement für den Synchroneiskunstlauf. In der höheren Kategorie dürfen ab nächster Saison nur noch Kinder unter 15 Jahre starten (bisher 10-15 Jahre). Einzelne Mädchen erfüllen dann die Kriterien nicht mehr. Kurzentschlossen entschieden deshalb die Ice-Starlets, in der Meisterklasse zu starten. Dazu musste innerhalb kürzester Zeit die neu einstudierte Kür auf das schwierigere Level umgestellt und damit fast tägliches Training in den Weihnachtsferien eingeschoben werden. Neue Elemente waren erforderlich. Deren Einübung erforderte laut Lena Angler so viel Zeit, dass etwa Übergänge zwischen einzelnen Elementen vernachlässigt werden mussten. Dies und leider auch zwei Stürze kostete dem Team in Berlin wertvolle Punkte.

Doch mit nur einer Ersatzläuferin (zum Vergleich: Das Siegerteam verfügte über acht) zeigten die Aiblinger Eissternchen, dass sie auch in dieser Kategorie mithalten können. Mit ihrer Kür „A dragons tale“ belegten sie mit 40,37 Punkten einen ansehnlichen 3. Platz. Und da sich in dieser Altersgruppe nur ein bayerische Team zutraute, in der Meisterklasse zu starten, können die Ice-Starlets nun den Titel des Bayerischen Meisters in Synchroneiskunstlauf für sich beanspruchen.

Bald dürfen sich die Mädchen auch mit internationaler Konkurrenz messen: Dresden, zunächst als eher lokaler Pokal geplant, ist nach dem Ausscheiden Budapests zum Weltcup avanciert. Dort werden die Ice-Starlets am 22. Februar antreten.

Internationales Publikum hatten die bayerischen Mädels allerdings schon, als sie vor dem Brandenburger Tor vor der Abfahrt am Sonntag morgen ausgelassen ihre Trockentänze aufführten und riefen: „Wer rockt das Eis, wir rocken das Eis – die Ice-Starlets!“ Und insgeheim fügte sicherlich die eine oder andere zu: „Berlin – Wir kommen wieder!“

An dieser Stelle dankt der bayerische Meister seinem Sponsor der Ikk-classic-Krankenkasse Rosenheim! Mit 18 nagelneuen fahrbaren Koffern wurden diue Sportlerinnen eingedeckt und so verlief die Reise nach Berlin komplikationslos! Stolz präsentierten sie ihr Logo auf dem fahrbaren Untersatz und rollten voller Freude durch die Hauptstadt.

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