Bad Aibling: Dem Nachwuchs eine Chance

David Burkowski trainiert die U12- und U14-Teams der Deutschen Basketball Akademie

Bad Aibling – Hier hat sich wohl gefunden, was zusammengehört. Seit vergangenem Juni ist David Burkowski Trainer an der Deutschen Basketball Akademie (DBA), und seitdem fördert er dem Nachwuchs mit voller Leidenschaft. Dass der 31-jährige Kölner seine Zelte in der Kurstadt aufgeschlagen hat, liegt vor allem am Konzept der DBA, in Sachen Spielerentwicklung längerfristig zu planen. Denn Burkowski denkt ebenso.

„Bisher habe ich nur Teams aus dem Seniorenbereich trainiert”, erzählt er. „Und hier denken die Vereine oft nur von Jahr zu Jahr, und es ist schwierig, so eine gute Mannschaft aufzubauen.” An der DBA ist das anders. Hier arbeiten die Verantwortlichen mit 5-Jahres-Schritten, und so kann der Neuzugang angehende Klassespieler behutsam entwickeln und an die älteren Jahrgänge heranführen.

Die Arbeit mit dem Nachwuchs ist für David Burkowski Neuland. Bisher hat der Absolvent der Kölner Sporthochschule nur Seniorenmannschaften trainiert. Dabei ist er weit gereist. Nach seiner ersten Trainerstation in Köln, wo er in der zweiten Regionalliga tätig war, zog es ihn nach Afrika. Dort arbeitete er mit Kenias A-Nationalmannschaft zusammen, anschließend wurde er Trainer in Ugandas erster Liga. „Das ist die beste in ganz Ostafrika”, erzählt er, „und vergleichbar mit der zweiten Bundesliga in Deutschland.”

Als er nach Deutschland zurückkehrte, hörte er zum ersten Mal von der DBA in Bad Aibling und schon nach dem ersten Treffen mit Geschäftsführerin Lena Bradaric war klar – man befindet sich auf der gleichen Wellenlänge. Der Umdenkprozess vom Senioren- in den Nachwuchsbereich klappte bei Burkowski schnell. „Die Jungen brauchen eine ganz andere Ansprache als die Älteren”, sagt er. Mit der U14-Mannschaft trainiert er 2,5 Stunden pro Woche. Zusätzlich trainieren einige Spieler vormittags mithilfe des Sport-Schulkonzept des Dietrich Bonhoeffer Bildungscampus (DBBC), zusammen mit der DBA. Das U-14 Team verfolgt klar gesteckte sportliche Ziele, so arbeitet Burkowski mit der U-12-Mannschaft anders. „Hier sind Ergebnisse sekundär, es geht um den Spaß und ums Spielen.” Nur eine Stunde pro Woche kann er mit den Zwergen trainieren, hofft aber auf mehr Möglichkeiten in der Zukunft.

Neben seinem DBA-Job unterrichtet David Burkowsi noch als Sportlehrer am Dietrich Bonhoeffer Bildungs Campus (DBBC) und gibt darüberhinaus in Verbindung mit der DBA einigen Spielern noch Individualtrainings.

Wenn der Rheinländer mal nichts mit Sport zu tun hat, dann findet man ihn am DJ-Pult: In seiner Freizeit legt er Musik auf und ist in Fachkreisen ein gefragter Reggae- und Dancehall-DJ. Eine weitere Leidenschaft von ihm ist das Wakeboarden, in dieser Hinsicht freut er sich doppelt auf den Aiblinger Sommer – dann kann er die Wakeboard-Anlage in Harthausen zum ersten Mal testen.

 

 

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