Bad Aibling: Wichtiger denn je …

Auftakt der Max-Mannheimer-Kulturtage am Freitag im Rathaus mit dem Film „Der weiße Rabe"

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Bad Aibling – Es ist das dritte Mal, dass die Max-Mannheimer-Kulturtage über die Bühne gehen, und es scheint, als ob diese Veranstaltungsreihe von Jahr zu Jahr wichtiger wird. In diesem Jahr sogar mehr als je zuvor. Denn vor dem Hintergrund des voranschreitenden rechten Gedankenguts in Deutschland, zahlreicher gewalttätiger Übergriffe die auch vor Morden nicht Halt machen, ist es notwendig, dass jeder ständig daran erinnert und damit konfrontiert wird, zu was Rassismus und Fremdenhass führen können.

Die Auftaktveranstaltung der Reihe, die bis zum 15. Februar geht und zu der noch eine szenische Lesung am 10. März im Gymnasium Bad Aibling gehört, macht am morgigen Freitag um 19.30 Uhr im Rathaus der Dokumentarfilm „Der weiße Rabe”. Hier widmen die Veranstalter den Eröffnungsabend dem Leben und Wirken Max Mannheimers (Foto), der am 6. Februar 100 Jahre alt geworden wäre. Mannheimer gab durch ein Zitat über sich dem Film seinen Namen.

„Es gibt nur noch wenige Überlebende von Auschwitz. Und noch weniger, die darüber sprechen. Manchmal komme ich mir vor wie ein weißer Rabe“, sagt er über sich.

Der Film zeigt, wie Max Mannheimer mit den niemals endenden Erinnerungen an die Lager und den Verlust seiner Familie umgeht. Man sieht ihn als Zeitzeuge in Schulen sprechen, Malen. Unerschütterlicher Optimismus und Witz sind seine Waffen und zugleich Therapie. Wir sehen seine erste Wiederbegegnung mit Auschwitz 1991 und begleiten ihn durch das Jahr 2008.

Das Grußwort am Eröffnungsabend spricht Bürgermeister Felix Schwaller.

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