Bad Aibling: „Im Krieg sagtest Du einmal …”

Am Samstag ist Vernissage zur Ausstellung im alten Feuerwehrgerätehaus

Bad Aibling – Bilder sagen oft so viel mehr als Worte. Auch die Fotografien aus der Eifel von Eddie Bonesire haben ihre ganz eigene Poesie. Das scheinbar Friedliche weicht dem Schrecken, wenn man Geschichten dazu hört. Dann plötzlich sprechen die Bilder eine andere Sprache. Die Ausstellung „Im Krieg sagtest Du einmal …” ist der zweite Programmpunkt der Max-Mannheimer-Kulturtage und ist nach der Vernissage am Samstagabend um 20 Uhr noch bis zum 9. Februar an den Wochenenden im alten Feuerwehrhaus zu sehen.

Wer heute durch die Eifel wandert, kann die Ruhe der Wälder genießen und den Blick über die weiten, sanften Hügel streifen lassen. Kaum etwas erinnert an die Verwüstungen des zweiten Weltkrieges, der hier, wie anderenorts in Europa vor 80 Jahren die Menschen aus ihrem Alltag riss. Die jungen Männer wurden meist an die Russlandfront geschickt; die zurückgebliebenen Eltern, Frauen und Kinder schlugen sich mehr schlecht als recht durchs Leben.

Die Ausstellung erzählt uns vom einfachen Menschen im Krieg. Die Bilder und die dazugehörigen Texte konfrontieren uns mit den Nöten und Ängsten, aber auch mit der Leidenschaft und der Lebenskraft jener Generationen, die den Krieg erlebt haben.

Kernstück der Ausstellung bilden die Fotoalben einer Familie aus der Eifel während des Zweiten Weltkrieges: Fotos von Soldaten, Familien und Freunden, von Ereignissen des Alltags. Diese ergänzt Eddie Bonesire mit eigenen Bildern, die er in den vergangenen Jahren in der Eifel aufgenommen hat: Fotografien von Landschaften und Dörfern, in denen die „Protagonisten“ der Familienfotos gelebt haben.

Die Bilder kommentiert Bonesire mit eigenen Texten, sowie mit Auszügen aus Werken von Lysias, Heinrich Böll, Hermann Michels und Natasha Radojčić. Die bewusste Kombination von den alten und neuen Fotografien mit Texten aus verschiedenen Epochen soll das Universale und Zeitlose dieser menschlichen Erfahrung hervorheben.

Eintritt frei
Laufzeit der Ausstellung bis 9. Februar 2020
Geöffnet samstags und sonntags jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr

Sonderführungen für Schulklassen nach Vereinbarung möglich.

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