Bad Aibling: Erster Auswärtssieg

Längste Auswärtsfahrt hat sich für Basketballer gelohnt - Fireballs gewinnen in Weimar mit 73:62

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Bad Aibling – Endlich hat es für die Basketballer des TuS Bad Aibling auch in der Ferne zu einem Sieg gereicht. In Weimar gewinnt das Team von Coach Guggenhuber mit 62:73 und hält somit Anschluss im Abstiegskampf.

Zwei Premieren feierten die Fireballs Bad Aibling am vergangenen Wochenende. Zum ersten Mal seit Saisonbeginn stand der gesamte Kader zu einem Spiel zur Verfügung. Alle Verletzungen sind auskuriert und somit war nach sehr langer Zeit der Trainingsbetrieb wieder in voller Mannstärke darstellbar. So reisten am Samstag zwölf einsatzfähige Spieler guter Dinge nach Weimar, immerhin die längste Auswärtsfahrt der Saison. Gegen den Tabellenachten stand der TBA unter Zugzwang um nicht den Anschluss im Rennen um den Klassenerhalt zu verlieren. Die Voraussetzungen waren also gut um sich für die deutliche Pleite im Hinspiel zu revanchieren.

Trotz der guten Ausgangslage begannen die Gäste nervös, vor allem in der Offensive hakte es gewaltig. Zu wenig Bewegung im Spielaufbau und statische Angriffsstrukturen führten zu schwierigen Abschlüssen. Dementsprechend litt auch die Wurfquote und die Punktausbeute, die Kurstädter hatten in dieser Phase aber Glück, dass auch die ersatzgeschwächten Gastgeber nur schwer ins Spiel fanden. Nach einem qualitativ überschaubaren ersten Viertel führte Weimar 16:11. Im zweiten Spielabschnitt lief der Ball dann besser durch die Reihen der Fireballs. Simon Bradaric (24/7/5) sorgte fast im Alleingang dafür, dass die Partie weiter offenblieb, zumal man in der Defensive immer wieder Probleme hatte, die agilen Big-Man Hofmann & Garrett unter Kontrolle zu bringen. Leider musste Mio Mirceta das Spielfeld nach rund 18 gespielten Minuten mit einer Zerrung verlassen und konnte auch nicht mehr zurückkehren, nur gut, dass eine ausreichend große Rotation zur Verfügung stand. Justin Kaifosch (8) kompensierte den Verlust von Scharfschütze Mirceta durch zwei erfolgreiche Dreier hervorragend und so war der TBA zur Halbzeit weiter in Schlagdistanz (29:32).

Nach einer überschaubaren ersten Halbzeit fanden auch die Spielmacher der Aiblinger besser ins Spiel. Mario Hack-Vazquez (10/6/4) legte nun nicht nur den US-Amerikaner Garrett an die Kette, sondern setzte auch offensiv mehr und mehr Impulse und auch Daniel Nimphius (6) machte auf beiden Seiten des Feldes ein gutes Spiel. Hilfe bekamen sie in dieser Phase vor allem von Center Jo Wießnet der mit 13 Punkten und 12 Rebounds wieder ein bärenstarkes Double-Double ablieferte. Trotzdem lagen die Hausherren nach dreißig gespielten Minuten mit fünf Punkten in Front. Nun sollte sich die lange Bank der Aiblinger auszahlen. Weimar war die kurze Rotation nun deutlich anzumerken und der TBA konnte den Rückstand zu Beginn des Schlussabschnitts schnell egalisieren. In der entscheidenden Phase sorgte Rückkehrer Marco Hack-Vazquez (5) mit zwei Big-Plays dann für die erste Führung der Fireballs, die sie in der Folge nicht mehr abgeben sollten. Am Ende hatte das junge Weimarer Team nichts mehr entgegenzusetzen und so siegten die Gäste am Ende verdient, aber vielleicht etwas zu deutlich mit 62:73.

Coach Guggenhuber nach der Partie: „Endlich haben wir auswärts gewonnen, das wurde auch langsam Zeit. Man hat heute deutlich den positiven Effekt eines vollständigen Kaders und einer langen Rotation gemerkt. Das hat uns am Ende das Spiel gewonnen. Wir müssen diesen positiven Trend nun nutzen um auch bei den Bayern einen Sieg mitnehmen zu können.“

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