Landkreis: Mehr Geld für die „höchsten Jobs“

Neues Lohn-Minimum für 200 Dachdecker im Kreis Rosenheim

Landkreis – Mehr Geld für die Arbeit auf dem Dach: Für die 200 Dachdecker aus dem Kreis Rosenheim gilt ab sofort ein neues Lohn-Minimum. Der Gesellenmindestlohn für die Branche steigt zum Januar um insgesamt drei Prozent. Damit kommen Dachdecker
auf einen Stundenlohn von mindestens 13,60 Euro – am Monatsende macht das rund
70 Euro mehr.

Anfang 2021 steigen die Verdienste erneut – auf dann 14,10 Euro pro Stunde. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Oberbayern mit. Die Gewerkschaft spricht von einem „wichtigen Signal“ für das Handwerk. „Viele Dachdeckerbetriebe haben mit dem Facharbeitermangel zu kämpfen. Höhere Löhne sind ein entscheidender Beitrag, um die harte körperliche Arbeit attraktiver zu machen“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Michael Müller.
Die Messlatte für Fachkräfte bleibe aber der Tariflohn. Der liegt aktuell bei 19,12 Euro pro Stunde. „Darunter sollte keiner arbeiten gehen, der sein Fach gelernt hat und Tag für
Tag gute Arbeit macht“, sagt Müller. Anspruch auf die tarifliche Bezahlung haben
Gewerkschaftsmitglieder, deren Firma Mitglied in der Dachdeckerinnung ist.
Zum Januar steigt außerdem der Mindestlohn für einfache Hilfsarbeiten. Ungelernte
kommen jetzt auf einen Stundenlohn von mindestens 12,40 Euro, so die IG BAU.

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