„Denkt dran, Kinder: Nie wieder Krieg!“

Heinrich-Böll-Matinée am kommenden Sonntag im alten Feuerwehrhaus in Bad Aibling

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Als Finissage der Ausstellung „Im Krieg sagtest Du einmal …” stellt Michael Stacheder (Foto) am Sonntag, 9. Februar, um 11 Uhr in einer literarisch-musikalischen Matinée den großen Literaten Heinrich Böll in den Mittelpunkt der Max-Mannheimer-Kulturtage 2020.

Heinrich Böll, für den zeitlebens die Freiheit im Kopf begann und der 1972 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, gilt bis heute als einer der bedeutendsten Schriftsteller und Intellektuellen der Nachkriegszeit. Kritisch setzte er sich mit der jungen Bundesrepublik auseinander und thematisierte in seinen Werken den Nationalsozialismus und dessen Folgen. Seine Texte haben bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Michael Stacheder begibt sich auf Spurensuche und entdeckt in den Briefen aus dem Krieg und den Aufzeichnungen in den Kriegstagebüchern von 1943 bis 1945 das literarische Thema Heinrich Bölls: Nie wieder Krieg! Musikalisch umrahmt wird die Lesung von dem Duo Two für you (Foto) mit Richard Prechtl (Trompete) und Hans Kohlbrenner (Kontrabass).

Im Anschluss an den ersten Teil der Matinée in der Galerie Altes Feuerwehrgerätehaus sind die Zuhörer vom Verein Kreis Migration/Café Friends und Michael Stacheder zu einem besonderen Publikumsgespräch ins Evangelische Gemeindehaus eingeladen. Bei einem Tischgespräch und einem Eintopf aus der Eifel, besteht die Möglichkeit, im Dialog seine Gedanken zu vertiefen und auszutauschen.

Karten im Vorverkauf bei Sveas Allerlei, Rosenheimer Str. 11, Tel. 0 80 61/89 93,  info@sveas-allerlei.de oder an der Kasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

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Ein Kommentar zu “„Denkt dran, Kinder: Nie wieder Krieg!“

  1. Ernst-Christian Pahl

    Der Appell “Nie wieder Krieg !” hat in der Tat seine Aktualität nicht eingebüßt: Mit deutschen Soldaten soll erneut die Welt genesen – siehe Afghanistan, Mali und anderswo. Geradezu peinlich wird es dann aber, wenn in einer süddeutschen Kleinstadt ein Schauspieler sein Talent ausgerechnet an Texten von Heinrich Böll austoben möchte, nicht ohne ein besonders aufgedonnertes Zitat für alle Kumpels mit dem richtigen Gewissen zu wählen. (Wolfgang Borchert genügte ein “Sag’ Nein !”) Hätte Herr Stacheder dem Vorlesen ein Lesen vorgeschaltet, wäre ihm bei der Lektüre der Böll’schen Briefe sicher nicht entgangen, daß sein Säulenheiliger sich nicht zu schade war, an der Ausplünderung der von den Nazis überrollten Nachbarländer teilzunehmen und laufend Pakete aus dem Felde nach Hause schickte (nicht umgekehrt). Gelegentlich träumte Böll auch von einer Zukunft als Kolonist im eroberten Osten . . .
    Nie wieder ? Ohne uns ? Nie wieder ohne uns.

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