Nein zu einer Geburtenstation ohne Arzt

Wahlversammlung der SPD Bad Aibling in Willing

„Die Zahl von sieben Bürgermeisterkandidaten und neun Stadtratslisten zeigt, dass die Stimmung im Aiblinger Rathaus nicht so schlecht sein kann“, meinte Petra Keitz-Dimpflmeier eingangs der SPD-Wahlversammlung im Willinger Gmoahof. Nicht so positiv sieht die Bürgermeisterkandidatin die im Wahlkampf aufgekommenen Vorschläge zur Wiedereröffnung der Geburtenstation im Aiblinger RoMed-Krankenhaus.

Die Vertreter der Regierungspartei hätten die 2017 erfolgte Schließung der Station im RoMed-Aufsichtsrat und im Kreistag mitgetragen, ausgerechnet sie würden aber nun mit Wahlkampfhilfe durch die herbeigeholte Gesundheitsministerin Huml Hoffnungen auf eine Wiedereröffnung wecken, die unrealistisch seien. Ein „hebammengeführter“ Kreißsaal  sei nicht machbar, weil man trotzdem einen Arzt brauche, so Petra Keitz-Dimpflmeier aus eigener Erfahrung mit zwei Entbindungen.

Wichtig sei eine flächendeckende medizinische Versorgung. Der RoMed-Kllinikverbund müsse vier Standorte sichern, wobei man nicht überall alles bieten könne, sondern Schwerpunkte setzen müsse. Für Bad Aibling könne die Spezialisierung auf geriatrische Medizin ein sicheres Standbein werden.

Die seit 1871 bestehende Willinger Schule war der Bürgermeisterkandidatin als Referentin des Stadtrats für Schulen und Kindertagesstätten ein Anliegen. Ihr Antrag auf Überprüfung des Raumbedarfs des geplanten Neubaus der Schule St. Georg, wenn das Schulhaus Willing saniert werde, habe bei diesem zu zeitgerechten Brandschutzmaßnahmen und damit zur weiteren Sicherung der Schule Willing geführt.

Wie alle Fraktionen im bisherigen Stadtrat sei sie für ein Hallenbad in Bad Aibling, sobald die finanziellen Voraussetzungen erfüllt sind. Der „alte“ Stadtrat könne aber dem künftigen Stadtrat und dessen Aufgaben nicht vorgreifen.

In der Diskussion wurde der Wunsch geäußert, näher und laufend über die Tätigkeit des Stadtrats informiert zu werden, etwa über das Stadt-Journal. Das stieß aber wegen dessen Herstellung und Verteilung aus Steuermitteln und der Konkurrenz zu Bezahlmedien auf wettbewerbsrechtliche Bedenken. Ferner wurden die Stadtratskandidaten nach Möglichkeiten der Gewerbeansiedlung in Bad Aibling befragt, auch für junge Unternehmen, um Arbeitsplätze am Ort und Steuereinnahmen zu bekommen. Wegen des eingeschränkten Grundstücksangebots sprachen sich die Mitglieder der SPD-Fraktion dafür aus, vorhandene Gewerbegrundstücke weiterhin möglichst für Gewerbe zu nutzen, auch wenn sich mit anderen Nutzungen ein höherer Verkaufspreis erzielen lasse. Pressemitteilung SPD

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