Coronavirus: Massive Auswirkungen auf den Mittelstand

Mittelstands-Union Oberbayern erwartet staatliche Unterstützung für geschädigte Betriebe

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Der Mittelstand wird durch den Ausbruch des neuartigen Coronavirus massiv getroffen. „Nicht nur Betriebe, die aufgrund ihrer Verflechtung in Lieferketten mit dem Coronavirus betroffen sind, spüren die negativen Auswirkungen. Insbesondere der Tourismus mit seinem überwiegend klein- und mittelständisch geprägten Gastgewerbe spürt bereits jetzt massive Auswirkungen“, betont Dr. Thomas Geppert, Bezirksvorsitzender der Mittelstands-Union Oberbayern (MU Oberbayern).

Beherbergungsbetriebe melden bereits drastische Umsatzeinbrüche im hohen sechs- bis siebenstelligen Bereich. „Großbetriebe können über das Jahr vielleicht 20 Prozent Umsatzeinbußen irgendwie verkraften, aber sie halten keine zwei Monate durch, wenn 50 Prozent der Umsätze oder mehr ersatzlos wegbrechen“, sagt Geppert. Bei klein- und mittelständischen Betrieben ist das finanzielle Polster noch um ein Vielfaches geringer und damit auch die Auswirkung noch um ein Vielfaches höher.

Aus diesem Grund fordert die MU Oberbayern ein umfassendes Maßnahmenpaket seitens der Bundes- und Landesregierung. Hierunter fällt in erster Linie eine Änderung der Kurzarbeitergeldregelung, die bis zum Ende der Pandemie gelten muss, die eine 100-prozentige Erstattung der Sozialabgaben, eine unbürokratische Antragsstellung sowie den Verzicht auf die Drittelregelung beinhaltet und nicht erst ab Antragstellung gilt, sondern ab dem Zeitpunkt des Arbeitsausfalls. „Deswegen benötigen wir sowohl schnell wirkende, effektive Liquiditätshilfen und Fördermaßnahmen, wie auch Steuererleichterungen“, erläutert Geppert: „Das von Ministerpräsident Dr. Markus Söder geforderte Konjunkturprogramm begrüße ich ausdrücklich, es ist die richtige Antwort. Jetzt muss die Bundesregierung liefern, um den Mittelstand strukturell in die Lage zu versetzen, derartige Krisen durchstehen zu können.“

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