„Das Dorf in der Stadt“

Sitzung der Parteifreien Kolbermoor in Pullach - großer Zusammenhalt gelobt

Die Parteifreien Kolbermoor stellten sich bei ihrem 4. Stadtgespräch in Pullach beim Frühschoppen in gemütlicher Runde vor.  Bürgermeisterkandidat Stefan Reischl  ging neben seinen Programmpunkten wie Wohnungsbau, Gewerbe und Verkehrsentwicklung auch auf den Neubau des Feuerwehrhauses in Pullach ein. Er bedauerte die derzeitigen baulichen Verzögerungen, die wohl auf die allgemein gute  Auftragslage der Firmen zurückzuführen ist.

Reischl lobte den großen  Zusammenhalt der Pullacher Vereine und äußerte „dass es ein Dorf in der Stadt“ sei. Reischl stellte auch die Chancen des neu erworbenen Gebiets in Kolbermoor Ost für Wohnungsbau und Gewerbe dar. „Jedenfalls müssen seiner Ansicht nach  die Gewerbeflächen auf Erbbaurechtsbasis vergeben werden, um einerseits das Vermögen der Stadt zu erhalten und andererseits zu vermeiden, dass z. B. spätere Betriebsschließungen zu Lasten des Gebietscharakters führen könnten.”  Auf Situationen, wie sie bei Großkonzernen zu Betriebsverlagerungen stattfinden, wurde ebenso hingewiesen.

Auf die Publikumsfrage, ob denn ein Programm „Bauland für Einheimische“ in diesem Gebiet ermöglicht wird,  antwortete 2. Bürgermeister Dieter Kannengießer. Er hält es nicht für sinnvoll in einem  flächenmäßig kleinem Stadtgebiet wie Kolbermoor solche Einzelvorteile zu verschaffen, „da gibt es seiner Ansicht nach Gemeinden, die hierfür besser geeignet sind“. Es darf auch nicht verschwiegen werden, dass durch die europäische Rechtsprechung keine engen Richtlinien und Vorgaben für Einheimische, wie sie vor Jahren noch bestanden, angewandt werden dürfen, so Kannengießer. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist seiner Ansicht nach dringender.

Anschließend stellten sich auch die Bewerber*innen für den Stadtrat vor. Max Schlarb wies auf sein Engagement in der Bürgerintiative gegen den Brenner Nordzulauf mit der geplanten Trasse durch Kolbermoor hin. Die Parteifreien Kolbermoor haben sich ohnehin bereits in der Juli-Sitzung 2019 des Stadtrats vor dem Hintergrund der Baurisiken bei einem Untergrund mit Seeton eindeutig gegen diese  Trasse im Stadtgebiet ausgesprochen.  Caroline Rohmann betonte in ihrer Vorstellung, dass ihr die Themen Kindergärten und Jugend sehr am Herzen liegen. Allgemein wurde die gute Entwicklung der Stadt Kolbermoor in den vergangenen 20 Jahren von den Kandidaten angesprochen, an der sie anknüpfen wollen.

Kritisch nachgefragt an den 2. Bürgermeister Kannengießer wurde das Versprechen der Stadt nach der gleichzeitigen Entwicklung eines Spiel- und Bolzplatzes mit dem Neubau des Feuerwehrhauses. Hierzu antwortete Kannengießer, dass dieses Versprechen gerne eingehalten wird, wenn die Eigentümer bereit sind, Grundstücke entsprechend bereitzustellen.

Mit guten Gesprächen klang der Frühschoppen aus.

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