Bauen und Verkehr waren die wichtigsten Themen

Informationsveranstaltung von Pro Bürger in Feldkirchen-Oed

Im Mittelpunkt nach der Vorstellung der anwesenden neuen Kandidaten Christian Humpel, der sich als dreifacher Familienvater für bezahlbaren Wohnraum stark macht, Eva-Maria Neumann, die ihre Erfahrung im Baugewerbe in den Gemeinderat einbringen will und eine verdichtete Bebauung in die Höhe zur Verringerung des Flächenbedarfs forderte, und Jürgen Pusch, dem die Verkehrsentlastung und Förderung von neuen Einheimischenmodellen am Herzen liegt, stand die Nachlese zur Information der Umgehungsstraßenvarianten vom Bürgerforum letzte Woche zuerst im Mittelpunkt der Diskussion.

2. Bürgermeister Martin Oswald und Fraktionssprecher Franz Bergmüller präsentierten den Flächennutzungsplan mit den möglichen Varianten. Der Vorschlag mit der Pro Bürger Fraktion der Südumgehung mit Eichbergtunnel, Unterführung der Westerhamer Straße, Weiterführung bis zum Bahndamm in der Trogvariante, Abzweigung mit einer Bahnunterführung zur Erschließung des Gewerbegebietes Westerham-Weidach (damit einhergehend natürlich eine Sperrung der Aiblinger und Miesbacher Straße für den Schwerlastverkehr – Navigationssysteme der LKW zeigen dies an und leiten sie über die neue Umgehungsstraße), Weiterführung am Bahndamm entlang bis Feldolling mit Abzweig zu einem großen Park & Ride Parkplatz am neuen Bahnhof (Anschluss an MVV-Gebiet mit Durchtaktung nach München – würde massiv den Durchgangsverkehr durch Pendler zum S-Bahnhof Aying reduzieren), Weiterführung über die Feldollinger Kreisstraße bis zur Staatsstraße bei Ast und Einbindung mit einem großen Kreisel und Sperrung der Ortsdurchfahrt für LKW durch Feldkirchen.

Fazit: keine Zerschneidung der beiden großen Ortsteile, wesentlich geringerer Flächenverbrauch als bei der bisher geplanten Trasse, Entlastung von Westerham und Feldkirchen, keine Zerschneidung der landwirtschaftlichen Flächen zwischen Feldolling und Feldkirchen, aktiver Lärmschutz durch Troglösung und Bahndamm.

Ein weiteres großes Thema war die Baupreisentwicklung und die damit immer schwieriger werdende Ausweisung von günstigem Wohnraum im Einheimischenprogramm. Die Pro Bürger Fraktion hat die Anträge für die kommunale Wohnungsbaugesellschaft zur Reduzierung der Baukosten und die Vergabe in Erbbaurecht gestellt, die mittlerweile von den anderen Fraktionen angenommen wurden. Die Pro Bürger wollen auch neue verdichtete Bauformen, weil sich sonst wegen der gestiegenen Baupreise die Einheimischen das Bauen auch nicht mehr leisten können. Die Baupreise sind in den letzten 10 Jahren um 50 %  und die Bodenrichtwerte pro qm in den letzten zwei Jahren beispielsweise in Vagen von knapp über 500 Euro auf 850 Euro gestiegen. Fraktionssprecher Franz Bergmüller stellte die wichtigsten weiteren Themenschwerpunkte von Pro Bürger vor:

• bauliche Entwicklung für Wohnen und Gewerbe muss in allen Gemeindeteilen möglich sein und dabei auch vor allem die Nutzung von brachliegenden Gebäudeteilen in landwirtschaftlichen Anwesen

•  aktive Förderung der bäuerlichen Landwirtschaft, Gewerbe- und Vereinsförderung bei der Bürokratiebewältigung und Beratung durch „Kümmerer“

• Feuerwehren, Vereine und deren Jugendarbeit als Fundament unserer Gesellschaft unterstützen

•  transparente Informationspolitik, wo wir schon einige Verbesserungen erreicht haben

• Kinderkrippen, Kindergarten und Schulen sichern und Betreuung weiter ausbauen

• Nahversorgungszentrum Westerham mit Werbung der örtlichen Geschäfte verbinden nach dem Motto „Fahr nicht fort, kauf am Ort“.

• Naturschwimmbadplanungen voran bringen

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