Virensicheres Einkaufen

Die Sebastian Apotheken in Bad Aibling und Bruckmühl arbeiten nach einem strengen Pandemie-Plan - Kunden und Mitarbeiter profitieren

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Immer mehr Geschäfte in der Region bemühen sich um den Schutz Ihrer Mitarbeiter und Kunden. Bei den Sebastian Apotheken in Bad Aibling und Bruckmühl ist dies schon seit Beginn der vergangenen Woche Standard. Apotheker Mathias Schmid und sein Team arbeiten dabei nach einem detaillierten Pandemie-Plan, der mit Hilfe von Tipps von Kollegen aus Südtirol ausgearbeitet wurde.

Klare Hinweisschilder am Eingang, Markierungen für Mindestabstand am Fußboden und eine Plexiglasscheibe an der Kasse zum Schutz – diese inzwischen in fast allen Geschäften gängigen Virenschutz-Maßnahmen gibt es in den beiden Apotheken schon  seit gut einer Woche.

Mathias Schmid und seine Frau Claudia haben in weiser Voraussicht einen Pandemie-Plan erstellt, der dann am vergangenen Wochenende umgesetzt wurde. Wichtige Unterstützung dazu gab es aus zwei Apotheken aus Brixen und Sterzing, in denen das Apothekerpaar einst gearbeitet hat.

Der Schutz beginnt schon am Eingang, an dem Kunden mit Husten und/oder Erkältungssymptomen darauf hingewiesen werden, dass sie keinen Zugang zu den Geschäftsräumen haben. Im Innenraum weisen Markierungen auf den einzuhaltenden Mindestabstand zu anderen Kunden hin, zudem stehen Spender mit Desinfektionsmittel bereit. Auch der Virenschutz aus Plexiglas an der Kasse ist seit gut einer Woche in den Ladenräumen installiert.

Diese Maßnahmen nimmt der überwiegende Teil der Kundschaft gerne an und reagiert positiv. „Nur von etwa 5 bis 10 Prozent der Menschen wird das als übertrieben belächelt”, sagt Mathias Schmid, der aber davon überzeugt ist, dass ein professionelles Hygienemanagement zum Schutz von Mitarbeiter und Patient absolut erforderlich ist.

Auffällig am Kaufverhalten der Kunden ist derzeit die sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Paracetamol, nachdem Ibuprofen durch Meldungen in verschiedenen Medien mit der Anfälligkeit für das Virus in Verbindung gebracht wurde. Schmid dazu: „Doch das ist durch die WHO widerlegt, das waren einfach Fake News.”

Damit bei Desinfektionsmitteln keine Engpässe bestehen, hat der Inhaber die Abgabe auf 100 ml pro Person beschränkt. Eine wirkungsvolle Maßnahme, denn Lieferschwierigkeiten gab es diesbezüglich kaum. „Wir produzieren Desinfektionsmittel selbst, deshalb haben wir im Prinzip stets genug da.” Wo Hamsterkäufe allerdings kaum zu verhindern sind, ist bei den „normalen” Medikamenten. Kaum tauchen Meldungen auf, dass die Nachfrage schlecht bedient werden kann, wird auf Vorrat eingekauft.

Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützt Schmid so gut er kann und schreibt für Tätigkeiten wie beispielsweise Blutdruckmessen das Tragen von Mundschutz und Handschuhen vor. „Es werden ohnehin nur die Leute gemessen, die sich nicht wohl fühlen”, sagt der Apotheker. Denn er weiß: Erstens gilt für beide Seiten bei jedem Kontakt das Motto „Safety first” und zweitens braucht es in Zeiten wie diesen Mitarbeiter, die sich den Herausforderungen gesund und motiviert stellen können.

 

 

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